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Romanitjersey Etuikleid und Cape aus Wolle




Schnitt

Cape

La mia Boutique 10/2017 (ggf. Kaufoption hier)


Kleid

Der Schnitt ist aus der Zeitschrift Simply nähen von Inge Szoltysik-Sparrer.
(Kaufoption hier oder hier)


Kleid wurde am Hals und Ärmelsaum mit einem Schrägband eingefasst.
Für das Kleid wählte ich etwas weniger kräftige Farben und habe versucht
das Karomuster etwas symmetrisch und harmonisch zu platzieren.

Am Cape habe ich nur die Kanten der innenliegenden Besätze eingefasst.
Hier habe ich die leuchtenden Farben gewählt und auch das Schrägband dünner gehalten.



Das Kleid ist aus Viskose-Romanitjersey und das Cape aus Wolle.
Beide Stücke wurden ohne Futter genäht. Mein Karostoff ist ähnlich wie dieser hier.

Der Schnitt für das Cape habe ich verkleinert und mangels Stoffmenge auch im Rücken etwas an weite Reduziert. Meine Verschlusshaken von hier gefallen mir ganz gut. Werde aber noch ein Ripsband zum Verdecken aufnähen. Sieht dann hoffentlich etwas schöner aus. 

Am Schnitt des Kleides experimentiere ich noch. Es ist für für normalgroße konstruiert, was mir leider zu lang ist und zwar an vielen Stellen. Außerdem versuche ich mit Hilfe der Fachbücher von Guido Hofenbitzer den Kleiderschnitt an meine Körperform anzupassen.  


Dieses hier gezeigte Kleid ist das 4 in Reihe aber das erste mit Arm. Den Ärmel habe ich aber auch geändert. Es ist ein schmaler Ärmel für elastische Stoffe. Ich mag den Schnitt sehr gut leiden, habe aber auf Grund meiner kurzen Körperhöhe, wie auch meiner Körperform (aufrechte Haltung nach vorn gelagert und starkes Gesäß) einige Probleme diesen korrekt anzupassen. Die Fotos habe ich bereits auf Instagram Profil (@ladypetite.de) gezeigt. 



Wobei Kurve an der hintere Mitte habe ich jetzt wieder etwas mehr begradigt und ein zusätzlichen Abnäher hinzugefügt (Lösungsvorschlag aus dem Buch). Es ist schon unglaublich, was einige Millimeter schon an solchen engen Kleidern ausmachen. Zur Zeit raucht mir der Kopf und jedesmal, wenn ich denke ich habe es verstanden, ist das genähte Ergebnis ernüchtern und frustrierend. Nun, mal sehen ob ich es allein schaffe, denn die meisten Anpassungen sind Hinten und das ist fast unmöglich allein zu schaffen. Zum Glück mag ich Etuikleider, so dass ich die genähten Stücke dennoch tragen kann, auch wenn die Innenverarbeitung sehr minimalistisch und simple ausfällt. Gern teste ich auch anderen alternative Verarbeitungstechniken aus. Doch wenn es rein um die Passform geht, muss es einfach schlicht und einfach sein, den eines kann ich dann doch nicht sein lassen, das Teil in die Tonne zu werfen, so versuche ich alle meine Kleider tragbar fertig zu stellen und zu tragen.
Bei Gelegenheit zeige ich euch gern meine Stücke. Ein Jeanskleid, ein gemustertes Kleid und ein  wunderschöner Jacquard (das oben auf den kleinen Bildern). Mein erstes Wollkleid ist in den letzten Zügen, leider gefallen mir die Ärmel nicht. Die hohe Ärmelkugel ist irgendwie unförmig, wirkt wie Puffärmel und ich bin nah dran, die Ärmel weg zu lassen. 



Ich nähere mich an der Form, die mir gefällt. Dazu zählt auch, dass ich den Reißverschluss gern seitlich haben möchte. Vielleicht liegt das auch an einer Körperform, dass ich den Vorzug dem Reißverschluss an der Seite gebe. Dazu passe ich den Halsausschnitt an, dazu ist es wieder von Vorteil dass mein Kopf (Kopfumfang) auch klein ist, so kann ich ein recht kleinen Hals ausschnitt beibehalten. Dann gefällt mir der waagerechte Brustabnäher sehr gut. Es gibt ja unzählige Möglichkeiten, den Brustabnäher zu verlegen. Dieser ist mein Favorit. Auch die zwei Abnäher im Rücken gefallen mir sehr. Also ein Abnäher mehr, als sonst üblich. Bei einem starken Gesäß, wird das empfohlen. Wobei ich die Position noch feiner justieren muss wie auch, je nach Stoff, die Weite.
Wie gesagt, auf dem Kriegsfuss stehe ich mit dem Ärmel. Der Müller und Sohn, enger Ärmel gefällt mir nicht besonders. Der Abnäher am unteren Ende und auch die Ärmelkugel mag ich irgendwie, besonders an mir, nicht sehr leiden. Vielleicht liegt das an meiner Körperform. Wie ihr lesen könnt, kämpfe ich mich an vielen Fronten durch und das nur bei solch einem Basic Schnitt. Das zweite Buch von Guido Hofenbitzer "Maßschnitte und Passform" zeigt viele Frauen und wie unterschiedlich wir von der Körperform sind. Die freien Frage werde ich versuchen den Schnitt noch zu optimieren.
Mein Idee ist, ein Grundschnitt für ein Etuikleid zu entwickeln. Ggf. diesen auch als Blusenhemd und Jacken/Mantel Schnitt zu verwenden, wie es im Buch gezeigt wird.... Das wäre mein Wunsch. Manchmal werden Wünsche war?! - Jedenfalls wünsche ich euch allen schöne Feiertage und dass all eure Wünsche in Erfüllung gehen mögen. 


PS. Nachtrag zum Ärmel, falls sich jemand mit mir Gedanken macht, warum der Ärmel nicht passt.
Die Erklärung ist ganz einfach, ich habe vergessen, dass ich die Schulter gekürzt (Winkel) habe und dadurch kommt sicher das zu viel an Stoff. Also weg damit ;) Bei dem dehnbaren Romanitjersey ist das nicht aufgefallen, obwohl ich auch hier einige Falten hatte. Dieses Kleid zeige ich euch nach Weihnachten... freu mich so. 


Verlinkt bei MMM

Kommentare

  1. Hallo liebe Anita!
    Dein neues Outfit ist sehr chic und steht Dir ganz hervorragend!
    Ich wünsche Dir ein schönes Weihnachtsfest!
    Liebe Grüße Carolin

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  2. Das weit schwingende Cape unter dem das schmale Etuikleid hervorlugt, ist ein ganz toller Look.
    Ich drück die Daumern, dass du die Anpassungen zu deiner Zufriedenheit hinbekommst.
    LG und ein frohes Fest wünscht Susanne

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