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Taschen aus Stoffresten



Taschen aus Stoffresten




Aus Stoffresten können so wunderschöne Teile entstehen.
Ich habe mein rot-weiß gestreiften Designer Stoff bis ins letze ausgenutzt.

Schon beim Zuschnitt des Stoffes dachte ich an eine Tasche und habe versucht
so weit es ging, diese Windrose für eine Tasche in runder Form nicht zu zerschneiden
um meine Idee, daraus eine Handtasche zu nähen, verwirklichen zu können. 

Und heute zeige ich euch mein vernähte Idee - die Handtasche in runder Form.


Ich konnte noch weitere Motive ins Szene setzten,
wie das Seepferdchen und den Seestern.


Ein roten Reißverschluss, der irgendwann mal an einer Hose war,
nutze ich als Taschenöffnung, die fast unsichtbar eingesetzt werden konnte.

Auch etwas von der Mohnblume ist zu sehen, wenn auch nur am Rand.



Meine Näh-Erfahrung mit Handtaschen ist fast null.
Also im Grunde ist diese Tasche, wie die anderen ein Experiment,
der aber so schön geworden ist, dass ich den gern mit euch teilen möchte.

Der D-Ring ist eigentlich zu groß oder die Schlaufe zu schmal. 
Die Befestigung der Kette kann sicher noch besser gelöst werden.
Auch das Bügelvlies hätte etwas dicker und damit fester sein können.

Tragbar ist die Tasche alle mal und vielleicht vermisse ich auch die fehlenden
Innentaschen am Innenfutter nicht ;) 
Für ein Handy, Taschentücher und Lippenpflegestift reicht es alle mal. 


Vor meinem runden Exemplar, habe ich eine Pochette genäht.
Ebenfalls aus einem Reststoff und einem herausgetrennten Reißverschluss.


Käpt'n Blaubär fand sich auch im Sammelsurium der Kurzwarenutensilien.
Dieser ist im Gegensatz zu den aufgedruckten Motiven ein echter Aufnäher.

Diesen habe ich mit Sprühkleber aufgebracht und ich staune immer noch wie gut diese Kleber inzwischen sind, denn der Käpt'n ist nach wie vor dran. 

Bei dieser Tasche habe ich ein sehr dickes und damit festes und stabiles 
Material als Vlies verwendet. Das war schon nicht so einfach beim Wenden.
Auch hier habe ich auf weitere Innentaschen verzichtet, da ich noch zu unerfahren
damit bin und recht froh war, ein Innenfutter überhaupt annähen zu können.



So schauen die Taschen an mir aus. 


Das letzte Versuchsexemplar ist eine Handytasche
aus dem letzten restlichen Stoffstück.

Hier habe ich eine Kordel als Tragegurt verwendet,
was sehr gut zum Motiv passt.

Als Verschluss habe ich lange überlegt und mich für
diesen Steckverschluss entschieden, insbesondere
weil der einfach zu bedienen ist und die Breite der Streifen hat.

Die Farbe Gold harmoniert mit dem gelben Anker auf der Rückseite.
Das Futter habe ich mit der Hand Anstaffiert und dekorativ mit Seidengarn
als Rückstich vernäht. Ich liebe diesen Stich, der so "Perlenhaft" wirkt.

Noch überlege und lerne ich Seemannskonten um meine Gurtenden
dekorativ aber auch mit Sinn zu verbinden. Es gibt unzählige Knoten
die sich auch hin und her verschieben lassen um so die Länge bestimmen zu können.
Momentan ist es ein Kreuzknoten.






All meine hier gezeigten Taschen sind ohne Schnittmuster.
Diese habe ich einfach mir selbst zusammengestellt
und zwar mehr nach dem vorhandenen Material
und für den Verwendungszweck, wie die Handytasche. 

Für diese drei Taschen habe ich auch drei verschiedenen Bügeleinlagen 
verwendet, die nicht unterschiedlicher sein könnten. 

Decovil in zwei unterschiedlichen Stärken
 und für die Handytasche eine Schabrakeneinlage.

Der Steckverschluss mit fast 5 Euro ist nicht günstig,
aber sehr schön und leider ausverkauft. Den habe ich schon 
länger hier auf meinem Lager, da ich ja schon immer
Handtaschen nähen wollte und wenn ich mal Stoff
oder Kurzwaren geordert habe, schaue ich auch nach 
schönen, besonderen Taschenverschlüssen. 

Grundsätzlich kann ich sagen, "mal eben" ist auch eine 
Handtasche nicht zu nähen und diese bedarf noch
mehr Planung und Überlegung der gewählten Reihenfolge bei Nähen. 

Es lassen sich leichte Korrekturen machen, die blau-weiß-gestreifte Tasche
habe ich komplett auf getrennt und noch mal vernäht. Hinzugefügt habe ich
die rote Satinpaspel und das Ergebnis lässt die Zeit für das Auftrennen
schnell vergessen, weil es sich gelohnt hat. 

Wie ist es bei euch? - Habt ihr schon mal Taschengenäht,
wenn ja, welches Vlies verwendet ihr für die Taschen und warum. 

Ich finde die Idee aus Stoffresten kleine "Handytaschen" zu nähen 
eine gute Idee, aber noch hat mich keine 
der hier drei verwendeten Bügelvlieseinlagen überzeugen können. 

Wie gefallen euch die Taschen und welche wäre euer Favorit?

Kommentare

  1. Das ist ja eine tolle Idee für deine Stoffreste; die Täschchen sehen klasse aus, wobei mein Favorit schon die Runde ist.
    Ich kann mich zum Taschen nähen irgedwie nicht aufraffen, : ).
    LG von Susanne

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