DIY-Outfit Rosa & Weiß - Details zum kragenlosen Trenchcoat





Ganz überwältigt von der positiven Resonanz 
zu meinem letzten Post, möchte ich euch 
heute ein weiters Outfit zeigen und ein paar
Detail zum kragenlosen Trenchcoat, wie versprochen.

Das wird einer der vielen Frühjahr-Sommer-Outfits werden,
wie ich den Trenchcoat gern kombinieren möchte.

Ich tage meine selbst genähte Jeanshose,
ja, sie ist tatsächlich noch weiß und unbefleckt,
trotz des vielen Tragens. Es ist ein Burdaschnitt
für Petitegröße, den ich aber nicht empfehlen kann,
da ich die Passform als nicht ganz durchdacht finde. 
Dennoch ist diese tragbar und die kleinen Straßsteine
kommen schon mal je nach Outfit gut zur Geltung,
insbesonder da ich zur Zeit gern Silber trage.
Gebloggt habe ich über die Hose (hier, hier und hier)

Unter dem Trechcoat, kaum zu sehen, trage ich 
eines meiner liebsten Blusen, ein Schößchentop.
Es ist der erste Schnitt, den ich nach La mia Boutique 
genäht habe und diesen gleich zum Serienschnitt erkoren.
Von den vielen genähten Blusen, trage ich diese am liebsten.
Das liegt sicher an der Kombination aus Schnitt und Stoff.
Dieses Lochstickerei hat es mir voll angetan.
Gebloggt habe ich die Bluse u.v. andern Outfitsposts hier

Da ich über die Jeanshose und das Schößchenbluse schon 
reichlich gebloggt und geschrieben habe, wird es Zeit
die Details zum neusten Zugang in meinem Kleiderschrank
zu berichten - dem kragenlosen Trenchcoat.


Das ist die technische Zeichnung meines Trenchcoats.


Der Schnitt ist aus der La mia Boutique Nr. 3/2015
und gefiel mir sofort. Ein kragenloser Trenchcoat
wäre ideal für den Sommer und außerdem,
hatte ich eh nicht so viel Stoff über. 

Mit meinen 2 Meter bin ich gut ausgekommen.
Musste zwar die Schnittteile hin und her schieben
und den Gürtel habe ich in der Mitte mit einer Naht
verbunden, dafür bin ich mit 2 Meter gut ausgekommen
und konnte den rosa leicht elastischen Baumwollstoff 
bis auf das letzte stück Stoff vollständig verwenden.

Beim Stoffabbau ist das schwierigste, 
für die vorhandenen Stoffe ein Schnitt zu finden,
der nicht viel Stoffverbrauch benötigt. Das ist bei 
Jacken und grade bei Mäntel nicht einfach. 

Mein Stoff hätte ich nicht mehr nachkaufen können,
da auch dieser bereits eine längere Zeit auf Lager liegt.

Zur Anleitung kann ich nicht viel sagen,
weil diese auf italienisch ist.
Grundsätzlich haben mich Anleitungen eher 
mehr verwirrt als mir beim nähen geholfen,
so dass ich schon echt früh ohne Anleitung genäht habe.



Weil ich den Trenchcoat ohne Futter nähen wollte,
habe ich aus dem Reststoff ein etwas größeren 
Besatz im Rücken genäht, was vielleicht auch 
zu mehr Stabilität und (Pass)Form beiträgt. 

Sieht aus wie eine rückwärtige Passe aber nicht außen
am Mantel sondern innen. 


Im Grunde war dieser Trenchcoat viel schneller und einfach zu nähen,
als mein erster, den ich vor 3 Jahren genäht habe. 
Denn damals habe ich viele kleine Schnittteile angepasst
bzw. zusätzlich hergestellt. 

Dieses mal habe ich nichts vom Schnitt abändern müssen,
denn es gefiel mir so schlicht und minimalistisch, wie der Trenchcoat 
hier kommt. Ich habe sogar noch was weggelassen
und zwar die zweite Knopfreihe. Irgendwie gefiel es mir sehr gut.
Ein doppelreiher ohne die zweite Knopfleiste, außerdem 
wirkt es weniger überlandend.

Was noch an den Trenchcoat erinnert sind die Schulterkappen.
Auf diese habe ich in meinem ersten Mantel verzichtet.
Fand ich zu viel, hier an dem eher minimalistischen Mantel
ist es genau passend.

Diese habe ich leicht gearbeitet,
also nur den Oberstoff aus Baumwolle
der Unterstoff ist aus Seide.

Tatsächlich muss ich aber sagen, dass die Schulterklappe,
welche hier bei dem Model mit den Ärmel eingefasst wird,
der Ärmelform bzw. der Kugelform echt nicht wirklich hilft.

Ich kann jedenfalls verstehen, warum, die Schulterklappe
in der alternativen Form, vielleicht auf der Schulter besser ist.
Der Ärmel, die Ärmelkugel wird nicht durch die Schulterklappe
behindert und kann daher viel runder ausfallen. Aber das kommt 
auch sicher auf die Größe an. Ich bin klein und meine Armkugel 
fällt dem entsprechend enger aus so dass die Schulterkappe 
für meine Körperform so eher nicht geeignet ist. 
Das aber nur so am Rande. Denn bei diesem leichten
Trenchcoat habe ich auch auf Ärmelfisch und Schulterpolster 
verzichtet, den der Mantel ist nicht gefüttert, auch die Ärmel nicht.
Dafür muss ich zugeben, fällt der Ärmel akzeptabel aus.  
Außerdem lässt sich Baumwolle mit leichten Elasthan
weniger gut formen als Wollstoffe. Die Kugel ist dennoch
ganz gut geworden und der Ärmel fällt auch schön.



Sehr froh und glücklich war ich auch das ich in meinem Knopffundus
tatsächlich passende Knöpfe fand. Es sind durchgefärbte rosa Knöpfe
die mit schwarz, wie pinselbemalt vom Dekor aussehen.

Da der Mantel eher "mädchenhaft" und zart von der Optik
ausfällt passen auch diese Knöpfe gut. 

Löcher wurden mit der Nähmaschine gestochen und der Schere
auf geschnitten. Sportlicher-Look. 
Der auch mit all den echten Kappnähten sich gut ergänzt. 

Den Besatz habe ich an der Kante zweimal umgebügelt und festgenäht.


Die wirkliche Herausforderung waren diese Taschen.
Eigentlich sind nahtverdeckte Taschen recht einfach,
aber.... diese haben noch ein zusätzlichen Schnittteil.


Am Mantel ist eine Aussparung für diesen zusätzlichen Schnittteil.
Dieser muss so exakt eingenäht werden, dass ich mit den Handdrehrad
an der Nähmaschine genäht habe, 
denn nur ein Stich zu viel und schon passt nichts mehr.

Präzision kostet Zeit, aber es loht sich, da es echt noch mal 
mehr den Sportiven-Look zum Trenchcoat unterstreicht.

Das blöde ist nur, wir haben meisten zwei davon 
also doppelte Zeit und doppelte Präzision. 
Es ist nicht gleich, denn die andere Seite 
ist Spiegelverkehrt, also etwas anders. 
Nun denn ich habe die zweite Tasche 
sehr viel später genäht, da mir die Energie
und Geduld fehlte. Insbesondere,
weil ich sicher bei der Taschenbeutel 
es mir noch komplizierter gemacht habe
als es gefordert war. 

Ich habe auch an Taschenbeutel die Aussparung
ausgeschnitten und das hätte ich - glaube ich  - 
nicht tun müssen/sollen. Damit habe ich mir echt viel
Arbeit gemacht und das hat mich echt aufgehalten.
Insbesondere, weil ich zwei Taschen habe - 
und ich überlegte tatsächlich die zweite anders 
zu verarbeiten - aber nein, das kommt nicht in Frage.
Da muss ich jetzt durch und ich bin froh
die Zeit investiert zu haben. 

Denn es war ja noch die seitliche Kappnaht 
auch noch zu vernähen.  Im Grunde kann ich mich
rückwirkend nur noch an die Taschen erinnern,
weil die so viel Zeit in Anspruch genommen haben
und beim fertigen Mantel fast nicht zu sehen sind. 



Eine Schritt für Schritt Anleitung wird es nicht geben,
weil ich mir in diesem Fall, das Nähen schwerer gemacht habe
als ich es eigentlich hätte machen sollen - glaube ich.
Nun die Erfahrung nimmt mir keiner aber bei nächsten Versuch, 
hoffe ich, dass ich nicht wieder mich damit Verzetteln werde. 



Jedenfalls loht es ich Zeit und Geduld in solche Stücke zu investieren.
Mein ersten Trenchcoat, 3 Jahre ist es nun her, trage ich super gern.
Traue mich nicht den in die Reinigung zu bringen,
wer weiß, wie der wieder zurückkommt....

Diesen Trenchcoat kann ich beruhigt in der Waschmaschine 
selbst waschen. Wie praktisch ;)


Ich bin mir sehr sicher, dass ich diesen Trenchcoat 
ebenfalls sehr oft tragen werde und zum Glück ist Pink (Rosa)
die Trendfarbe des Jahres 2017 - also voll im Trend ;)
Tatsächlich trage ich gern Rosa (ob Trend oder nicht)
es ist eine freundliche helle Farbe die auch meinen Hautton schmeichelt.

Eines muss ich aber noch anpassen. Die Ärmel sind tatsächlich zu lang.
Bei den Fotoshootings habe ich diese einfach umgeschlagen,
ist ja nichts neues für mich als Petite, jedenfalls bei gekaufter Kleidung.
Seit dem ich selbst nähe, kann ich zum Glück, dass schnell / schneller beheben.

Vielleicht hätte ich auch eine halbe Größe zuschneiden sollen.
Wenn der Trenchcoat geschlossen ist, ist es schon recht eng um die Brust.
Grundsätzlich muss ich zugeben, ab einem gewissen Brustumfang,
sollten die Schnitte mit Brustabnäher oder Prinzessnaht gewählt werden.
Wir brauchen da einfach mehr Raum und Platz. Da ich diesen Mantel
für den Sommer gedacht habe, also selten bis nie geschlossen zu tragen,
stört mich das nicht weiter. Doch ich werde mir das für den nächsten 
Jacken/Mantelschnitt vormerken und ein Schnitt mit Abnäher für die Brust, 
in welcher Form auch immer, wählen. 

Ergo, wer wenig Brust hat, kann solche Schnitte sehr gut tragen. 

Freue mich schon auf den Sommer  und die warmen Tage.
Derzeit ist noch nicht die Jahreszeit/Temperatur für diesen Mantel,
bin mir sicher, der kommt schneller als gedacht. 




Kommentare

  1. Und wieder so ein schönes Teil, dass dir von der Nadel gehüpft ist. Meine Güte, was für eine Mühe hattest du mit den Taschen. Und dann die Anleitung auf italienisch. Das hast du großartig gemeistert. Und es hat sich soooo sehr gelohnt. Der Mantel sieht klasse aus und steht dir sehr sehr gut. (Jeans und Schößchentop natürlich auch).
    Ich finde es toll, wie ausführlich du die ganzen Vorgänge beschreibst. Da kann ich mir die einzelnen Arbeitsschritte gut vorstellen. Fast so als würde ich dir über die Schulter gucken ;-))

    Schöne Ostern und viel Freude beim Tragen des neuen Outfits.
    Astrid

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