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Mein Versuch ein Schnitt aus der Rundschau Damenmode


Was hier zu sehen ist, ist eigentlich ein Versuch ;)

Aus einer älteren Ausgabe aus der Rundschau Damenmode
habe ich aus einem Spitzenstoffe, der etwas fester und steifer ist,
ein Mantel Jacke ausprobiert. 

Den Stoff fand ich eigentlich für nichts gut, weil zu fest und steif.
Als Teststoff sicher gut geeignet, da nicht dehnbar. 
Zum Wegwerfen zu schade, wurde es für diesen Schnitt verwendet.


Hierbei handelt es sich um ein Mantel von 8 verfügbaren Modellen.

Rundschau Damenmode 
Ausgabe 01/2003 mit Schnittbogen 

Ich liebe alle Schnitte, wählte aber diesen aus,
weil ich ein großen Stoffcoupon aus Bouclé Stoff hier habe 
und ich diesen ggf. gern zu einem längeren Mantel verarbeiten möchte.

Ich wählte ein recht einfachen Schnitt mit längst nähten.
Die Länge wäre Knie umspielend, also kürzer als hier auf dem Bild.

Mein Spitzenstoff ist auch kürzer, doch genügend um den Torso
und den Schnitt auszuprobieren. Also für eine Jacke hat es gereicht.


Das Endresultat gefiel mir dann doch so gut,
dass ich noch passende Knöpfe und eine Gürtelschließe 
herausgesucht habe und das eigentliche Modell
sogar "tragbar" fertig genäht habe. 


Den Gürtel habe ich länger genäht als notwendig gewesen wäre.
So kann dieser ggf. auch gebunden werden, was vom Stil
zu den Kimonoärmeln passen würde. 


Hätte ich die längst nähte nicht mit der Overlock vernäht,
hätte ich sicher auch Seitenschlitze verarbeitet. 

So hat die Jacke ein Schößchen-Effekt, wenn es starkt auf Taille 
gebunden wird. Mit 84 cm Taillienweite ist genügend Spielraum.
Für den Gürtel habe ich längere Gürtelschlaufen angebracht.
So ist es flexibler oder der Gurt in Hüfte oder Taillienhöhe 
je nach Wunsch getragen werden soll. 

Kanten mit 2 cm eingeschlagen und vernäht.
Auf dem Oberstoff ist das Garn kaum zu sehen.

Diese Knöpfe sind aus leichten Kunststoff
und daher ideal für diese leichte Spitzenjacke,
die mich etwas an die Barocke-Zeit erinnert. 


Anprobiert zum schlichen braum-cremefarbigen
Rollkragenstrickkleid. Machte eine sehr gute Figur.
Auch zur Jeanshose sieht dies Jacke toll aus. 

Leider habe ich diese nicht gekürzt, weil ich 
den Schnitt gern 1:1 ausprobieren wollte.
Jetzt ist der Torso natürlich für mich zu lang.
Mal sehen, vielleicht finde ich einen Abnehmer
für dieses besondere Stück.

Rundschau und diese Fachbücher
werden die Schnitte nach Müller und Sohn konstruiert.
Also habe ich mir diese endlich gekauft.
Denn schon vor 3 Jahren oder so, habe ich schon mal rein geschaut.
Damals war ich einfach noch nicht so weit, mit mit Schnittkonstruktion
auseinander zu setzten. Ich war noch so damit beschäftigt, 
die Nähmaschinen zu begreifen, die Materialen zu bändigen 
und alles zusammen zu vernähen. 


Ich habe zwar schon immer den einen oder anderen Schnittteil
modifiziert und angepasst. Nie mit Wissen und Können ;)
Hat zwar auch mal gut mal weniger gut funktioniert,
aber meine 1000 Fragen blieben unbeantwortet. 

Inzwischen hat das Buch schon viele meine Fragen geklärt
aber auch genau so viele Fragen sind neu entstanden. 

Theoretisch funktioniert alles sehr klar und logisch
aber praktisch... ist das alles dann doch nicht so....

Nach dem Nähwochenende bei Sebastian,
war ich angefixt und statt mein Blazer zu vollenden,
habe ich angefangen mich mit Müller und Sohn
etwas auseinander zu setzen. 

Bevor ich Bücher kaufe, die ich dann noch nicht verwende,
habe ich erst mal ein Grundschnitt nach und mit diesen Video 
gemacht. Mehr oder weniger richtig und falsch gemessen.
Doch der erste Schnitt war getan und es ergab sich,
es ist doch keine Zauberei und Hexerei 
solch ein Grundschnitt zu zeichen ;)

 

Natürlich kommen zum Grundschnitt noch weitere Zugaben.
Wie Bequemlichkeitszugabe und auch ggf. Designzugabe.

Ich habe auch die anderen Videos mir angeschaut und mich auch an einem Ärmel
herangewagt. Da meine Maße aber nicht stimmten, sich selbst ausmessen funktionier nicht,
konnte ich nichts verwenden. Jedenfalls halfen mir die bewegten 
Bilder, noch bevor ich die Bücher hatte und konnte dann relativ einfach das im Buch beschrieben 
nachvollziehen. Die Gründlichkeit und Genauigkeit kommt dann mit den Buch 
aber der erste "Schnupper" Grundschnitt war gemacht.

Dann habe ich das Etuikleid von Inge gemacht und war sehr begeistert.
Leider habe ich noch nicht weiter am Schnitt für mich gearbeitet.
Der Schnitt aus diesem Heft gibt es inzwischen auch als kostenlosen download,
(direkt zum Schnitt hier) In der Anleitung findet sich auch die "Zugaben"
Wie Oberweite mit 8 cm, Taillenweite mit 7 cm und Hüfte mit 4 cm.
Der Downloadschnitt ist nicht mit Burda und Co vergleichbar.
Hier gibt es ein Videotutorial. Also wer gern ein Etuikleid
nach Müller und Sohn haben möchte, sollte sich das mal ausdrucken.

Ich werde, hoffentlich bald, wieder am Etuikleid arbeiten. 
Und zwar meine Idee ist, dass ich zu erst ein Grundschnitt nach meinem Maß zeichne 
und diesen dann auf das Kleid übertragen kann bzw. umgekehrt. 

Das hört sich alles so leicht an. 
Theoretisch ist es auch so, doch die Praxis sieht anders aus.
Denn  in dem Lehrbuch "Maßschnitte und Passform" 
habe ich schon ein Problem erkannt, den ich zuvor noch nie gehört habe
bzw. mir nicht bewusst war und zwar "Aufrechte Haltung, mit vorgedrückten Brust"
Das sind alles feinheiten, aber ich glaube die sind schon relevant.
Bei der Körperhaltung entsteht ein Balanceproblem im Schnitt. 
Noch muss ich mir das erarbeiten. Bis jetzt nur grob überfolgen, 
da ich die Zeichnungen mit meiner Körperhaltung verglichen habe 
und so auf das eine oder andere gestoßen bin. 

Schon bei Sebastian im Näh-Workshop mussten wir einen 
zusätzlichen Abnäher einarbeiten, weil ich sonst den Ärmel 
nicht einsetzen könnte. Also ein überschüssigen Stoff
 zwischen Schulterline und Brustline einquetschen ;) 
Das gleiche Problem tauchte schon mal bei einer anderen Bluse auf 
und auch bei einem anderen Schnitt auf. Alles eher körpernahe Schnitte.
Wieso und warum, versuche ich dem nach zu gehen,
aber das stellt sich nicht so leicht dar. 

Daher wird sicher das Etuikleid noch warten müssen,
bis ich mein Oberteil im Grundschnitt soweit habe.
Dann kann ich mich dem Problemzonen Normabweichungen
meines Unterteils widmen, wie den vorgewölbte nOberschenkeln,
starke Waden, kurze Beine und ausgeprägter Hintern, grade Hüfte,
Liebshänkel, wer weiß was noch ... es nimmt kein Ende.... 

Wer noch Rundschau Daumenmode mit Schnittmustern in Gr. 42/44 über hat,
bitte melden, ich wäre Interessiert! Einige habe ich schon 
und würde auch gern Tauschen bzw. Verleihen oder eine Kopie anfertigen.

 Bis ich selbst Schnitte so entwerfen kann, wird noch ewig dauern
oder niemals. Daher greife ich gern darauf zurück. 

Kreative Grüße
Lady Petite

Kommentare

  1. Ein edles Probemodell hast du geschaffen. ich hatte hier vor 8 Jahren auch mal 2 Konstruktionswochenenden,aber die Kursleiterin ist ins Ausland gegangen und die VHS hat niemenden als Ersatz gefunden. Sonst hätt ich mich damit vllt.weiter auseinandergesetzt und hab dann meine Rundschauhefte versteigert. MAn muss einfach dranbleiben an der Materie,sonst ist das immer ein Neuanfang. Ich bewundere deinen Ehrgeiz.
    lg
    monika

    AntwortenLöschen
  2. Wenn das kein Zufall ist, schau mal was ich als letztes genäht habe http://www.hobbyschneiderin24.net/portal/showthread.php?t=186524
    Ich habe auch ein paar Rundschau doppelt, ich schau mal Morgen nach! LG Adina

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