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O-Shape Mantel Burdastyle Nr. 7028 im Oversize lässigen Look




So, hier ist der versprochene Mantel.
Der Schnitt Burda 7028 habe ich nur für meine Mutter gekauft
Es ist ein Oversize Schnitt und auch für O-Figur geeignet.


Meine Mutter hat sehr sehr sehr schmale Schultern.
Der Rest der Figur ist ein deutlicher A-Typ. (und O-Typ)
Ein Hüftproblem, sorgt dafür, dass sie nach 
vorgebeugt steht und geht. Der Voku-Hila Schnitt
ist ideal für ihre Körperhaltung. 

Daher entschied ich mich für diesen Mantelschnitt.
Für ihre Haltung und Köper passt der gut,
aber sie kann sich noch nicht so an den Schnitt 
gewöhnen. Diese modernen lässigen Schnitte,
bedürfen auch bei mir eine (lange) gewöhnungsphase.

Jedenfalls habe ich ein Schnitt ausprobieren können,
den ich sonst niemals nähen würde. 

Genäht in der Gr.20, also eigentlich für mich ;)
Doch der Mantel ist so überdimensional groß,
soll er ja auch vom Design sein. 


Ich wählte ein mitteldicken blauen Schurwollstoff.
Ein Diagonalloden in dukelblau-meliert mit einem leichten
violett/rot sich (so mein Eindruck). 

So ganz ohne Kragen, gefiel mit der gewählte Stoff
in der Kombination mit den Schnitt nicht, 
also habe ich doch noch den Kragen zugeschnitten.

Als Umrandung wählte ich eine Satiniertepaspel in Blau.
Gern hätte ich hier auch eine gehabt, die ein Rotunterton hat,
doch das ist zwar in einem großen Angebot an Ware,
immer noch die Suche nach der Nadel im Heuhaufen.


Damit der Mantel, welcher als Übergangsmantel gedacht ist,
leicht und flexibel bleibt, wurde keine Einlage verklebt. 
Auch nicht im Kragen, so kann dieser geformt werden,
wie es dem Träger beliebt. 


Einzige Änderungen am Schnitt,
waren die etwas mehr begradigung der O-Kurve
im unteren Teil und der Brustabnäher wurde gekürzt.
Hätte ich ein Probeschnitt gemacht, hätte ich den Brustabnäher 
entfernt, so musste dieser aber bleiben.


Meine Mutter liebt Taschen, also wurde auch diese 
genäht und ich wähle die Reststoffe des gleichen Materials als Futter.
Der Vorteil der Taschenbeutel ist, dass die Hände gewärmt werden.
Bei enganliegenden Taschen, würde ich eher zu dünnen Stoffen 
als Taschenbeutel greifen. Bei dem Oversize ist es nicht so tragisch.

Dennoch, um die Stoffmenge und damit auch das Gewicht 
geringer zu halten, wurden die Nahtzugaben der Tasche
stufig zurück geschnitten. Und ja, auch hier keine Einlage
zur Verstärkung. Allerdings, habe ich hier ein schlechtes 
Gewissen, keine verklebt zu haben. Zum Glück, weiß ich,
dass meine Mutter nur ihre Hände in die Tasche steckt.

Damit die Öffnung der Tasche den weiteren Arbeitsprozess nicht 
stört, weil die ständig aufklafft und sich ggf. verzieht, wurde diese
mit Heftgarn fixiert. 



Wäre der Oberstoff ein anderer, 
hätte es nicht umbedingt gefüttert werden müssen.

Meine Entscheidung fiel auch ein Violettfarbigen Futterstoff. 
Diesen habe ich in der Rückenmitte im Stoffbruch,
also anders als im Schnitt vorgesehen, zugeschnitten. 
Natürlich auch an die Bewegungsfalte gedacht,

Die Nahtzugabe habe ich dann mit normalen Garn,
hätte gern ein Seidenknopflochgarn verwendet (hatt ich nicht),
mit dem bei Sebatian Hoofs gelernten Rückstich verarbeitet.

Ich mag den Rückstich, da er Dekorativ und Nützlich ist
Bei diesem Mantel hält er das Futter an der Kante flach zusammen,
und die kleinen Rückstiche, sehen aus wie kleine Perlen,
wenn das Garn dicker ist, wie das Knopflochgarn.

Seidengarn, ist zu dem noch leucht intensiver
und hat viele andere positive Eigenschaften.

Ich bin jedenfalls sehr verliebt in diese Methode,
daher werdet ihr sicher, diese noch oft bei meinen Kreationen sehen.
Wie auch Paspeln ;) Ich mag einfach das Plastische.

Und so sieht es aus. Der Rückstich, die Paspel
mit den Kontrast Futter und dem Wollstoff.


Weil der Ausschnitt, noch kein Verschluss, offen getragen 
das farbige Futter hervorblitzen lässt, habe ich entschieden
die Ärmel länger zu lassen und diese umzukrempeln.
Die Armlänge von meiner Mutter ist schon recht kurz.


So wiederholt sich das Futter von sichtbaren Ausschnitt
an den Ärmelsaum wieder. Der lässige Look ist geblieben.

Die Paspel geht übrigens einmal komplett herum.
So ein abgerundeter Saum lässt es einfach zu,
und ich konnte nicht widerstehen. 

Und so schaut das Stück an mit aus.
Ja, ich könnte es sicher auch tragen,
da dieser Oversize-Typ-Mantel zur Zeit 
so trendy ist ;) Für eben mal überwerfen
zum Einkaufen oder anderen Besorgungen 
ist das Teil alle mal super.


Ich verstehe schon, warum so oft Bild-Bearbeitungsprogramme
in Gebrauch sind. Es ist so extrem schwierig die Farben zu Fotografieren.
Selbst mit Stativ und der Spiegelreflex, würde ich es sicher nicht einfangen können.

Hoffentlich konnte ich euch ein kleinen Einblick mit den schlechten 
Bildern zeigen, wie schön der Oversize Mantel geworden ist.




Kreative Grüße
Lady Petite


Kommentare

  1. ein bisschen lässig, ein bisschen edel,sehr schön

    hast du auch keine lose Einlage rein?

    lg
    Monika

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    1. Ja, irgendwie ein bisschen von allem ;)

      Zu den Einlagen. Ich vertrete inzwischen die Meinung, bei den Einlagen, dass ich es vom Stoff, Stil und dessen Wirkung bzw abhängig mache welche Einlage. Noch habe ich das ganze repertoir zum Kauf verfügbaren Einlagen durch. Ich mag aber nicht, wenn der weiche Stoff zu steif wird. Dann hätte ich auch Möbelstoff kaufen können. Verstehst Du was ich meine? Ich fühle und sehe, wie sich der Stoff mit dem gewählten Schnitt verhält. Wenn er nicht so fällt, also in sich fällt z.B. dann muss eine Einlage her. Hier bei dem Mantel soll der lässige Stil beibehalten werden. Hätte ich ggf. zu starke Einlage gewählt, würde dieser wie eine Kugel am Körper sein, das sollte es nicht ;) Ich sage nicht, das muss so sein, den ich finde Einlagen sind auch eine Geschmacksache. Ich pers. mag es den Stoff so zu belasse wie er ist und nur gewisse Stellen, wenn es nötig ist, zu verstärken. Je nach gewünschten Effekt und auch um die Nähte vor zu starker Belastung zu sichern. Bei dem Mantel ist es wie eine Decke über den Körper zu werfen, keine Belastung und keine versteifheit ;) Daher keine Einlage. Ich hoffe Du kannst meinen Gedanken (Worten) folgen und verstehen was ich meine. Wenn nicht, gern noch mal per Mail ;) LG Anita

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    2. Hallo Anita,

      ich versteh dich ganz genau, in meiner Angangsphase hab ich immer viel zu starke Einlagen verwendet, weniger ist manchmal mehr.

      lg
      monika

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  2. Der Mantel gefällt mir sehr, besonders der Kragen ist toll. Ist das der Schnitt vom kleinen Pelzkragen, der auf dem Umschlag zu sehen ist?
    Liebe Grüße
    Ilse

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    1. Hallo Ilse, ja, das ist der. Und das schöne ist, der Kragen ist relativ einfach zu vernähen. Achtung, die Seitennähte sind wirklich O-Förmig. Wenn ich größer wäre, wäre es sich auch was für mich. Schön lässig und wirklich sehr einfach zu nähen. Aus einem Lodenstoff, können die Kanten auch mit einer Wolltrese eingefasst werden. Würde sicher auch super aussehen. Dann müssen die Taschen aber an den Oberstoff festgenäht werden. Ich bin mir sicher, meine Mutter wird sich noch an den Moderen Schnitt gewöhnen und so schmiede ich schon Ideen für andere Versäuberungsmethoden ;) LG Anita

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  3. Finde ich richtig klasse; schön lässig-schick.
    Deine Mutter gewöhnt sich sicher an die legere Weite, spätestens, wenn sie die ersten Komplimente für den Mantel bekommt, : ) und außerdem passt so ein legerer Mantel prima auch über dickere Unterkleidung und ist herrlich bequem. Ich habe selbst noch einen alten, aber immer noch sehr hübschen Oversizekurzemantel, damals noch gekauft. Nachdem ich ihn jetzt ein paar Jahre nicht getragen habe, habe ich ihn schon im letzten Winter wieder hervorgeholt und ihn gerne angezogen.
    LG von Susanne

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  4. Ein sehr schönes Stück - lässig und elegant zugleich und am Ende auch noch gemütlich , um sich richtig schön rein zu kuscheln. Besonders gelungen finde ich die Idee mit der Paspel - das gibt dem Mantel noch den individuellen Schick.
    Liebe Grüße von Ina

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