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Etuikleid aus der Oktober Burda 2016


Hallo liebe Nähfreunde!


Das Kleid ist der Etuischnitt
aus der Oktober Burda 2016 in Kurzgröße.

Natürlich konnte ich diesem Schnitt nicht widerstehen.

Es gibt viele ähnliche Schnitte in der Burda,
die meisten sind aber eine Normalgröße.
Was im Grunde nicht tragisch ist, 
jedoch habe ich die Erfahrung gemacht,
dass durch mein Kürzen oft auch das Design
und die Proportion solcher Kleidungstücke
dahin schmolz. Daher freue ich mich um so mehr
endlich, nach langer Zeit, wieder ein solchen
Schnitt in fertiger Kurzgröße vorzufinden. 

Der letzte Schnitt, mit ähnlichen Teilungsnähten,
ist dieses Kleid aus 2010, den ich - oh Überraschung - 
auch aus gleichen Farbton und fast gleichen Material 
genäht habe, es ist eine elastische feine Schurwolle.

Tatsächlich hätte ich doch lieber diesen Stoff für eine Hose 
verwendet, denn der dehnbares Stoff ist manchmal
nicht so gut von der Passform anzupassen. 

In letzter Zeit fällt mir auf, dass die Schnitte mir immer
ein Tick zu lang sind, in der der Höhe zwischen Brust und Schulter.
Querfalten sind nicht wünschenswert, daher habe ich es hier
etwas gekürzt, was aber vielleicht auch am Stoff liegt?!

Solche Schnitte mit vielen Teilen, benötigen auch mehr Material.
Ob ich dieses Kleid noch mal nähen werde, kann ich nicht sagen.
Es ist für ein Etuikeid, schon jede menge Arbeit. 

Gefüttert mit elastischen Futterstoff, den ich natürlich nicht
im gleichen Ton vorrätig hatte.(Es gibt einfach nur wenige elastische Futterstoffe)
Ich wähle die Farbe Orange (creme wäre zu kontrastreich), was ganz gut zu Camel 
passt. Aus einem Reststoff der Schurwolle stellte ich ein Label her. 
Eigentlich ein Joke, da ich Labels nicht mag. Da meine Pfaff auch Buchstaben Sticken kann,
warum nicht mal was neues Ausprobieren ;) Sicher ist eine Markierung von Nöten,
bei Bekleidung, der man nicht direkt ansehen kann, was Vor oder Hinten ist. 
Bei dem Kleid wäre es nicht notwendig. Sicher werde ich es mal - irgendwann - brauchen,
so habe ich schon mal die Funktion ausprobiert ;)

Sonst habe ich, zum ersten mal, mich an die Briefecken getraut.
Das schlimme am Nähen ist, dass wir oft zwei mal das gleiche 
nähen müssen. Symmetrie ;) Wie oft kennen wir das,
die eine Seite wird schön, die andere nicht - zum Glück -
war es in diesem Fall nicht und wenn es daneben gegangen wäre,
würde das Malör, ggf. nur von innen zu sehen sein. 

Ja, es ist Zeitaufwendig, aber schaut nicht nur um längen besser aus,
sondern ist im Endeffekt auch einfacher zu nähen. 

In den letzten Jahren habe ich mich sehr an die Farbkombination
Camel & Black gewöhnt. So zeige ich euch mein Outfit, 
welches in schon ausgeführt habe.

Den schwarzen Cardigan kennt ihr schon von diesem Beitrag.
Es ist der Vogue Schnitt, den ich später gekürzt habe. 

Mit der zunehmend schwindenden Taille,
trage ich inzwischen wirklich solche "flatterhaften" Kleidungstücke.
Die umspielen den Körper ohne die Figurprobleme zu betonen.

Kombiniert mit den dehnbaren echten Wildlederstiefel.
Von Stuart Weizman, vor langer Zeit gekauft, als es noch nicht so ein "Hype" war ;)
Einfach nur, weil ich Wildleder schon immer mochte. Jetzt bin ich voll im Trend,
auch wenn die Form des Absatz zu erkennen lässt aus welcher Mode-Trend-Zeit mein Model ist.

Der nächste Klassiker - ist und bleibt der Camel Coat. 
Ja, hätte ich keinen im Schrank, hätte ich sicher mir eins genäht.
Wer genau auf die Proportionen achtet, sieht, dass es nicht für 1,60 m 
produziert wurde, doch, das harmonische Outfit kann schon mal davon ablenken.

Was ich persönlich sehr chic finde, ist die Wirkung des Schalkragen,
 vom Vogue Cardigan, bei dem geschlossenen Mantel. Ich habe einfach den Kragen 
unter dem Mantel hervorgeholt und um den Reverskragen drapiert .
Schon wirkt der alle Camel Klassiker mit dem "altbacken" Reverskragen,
auf einmal viel frischer und moderner. 

Das ist es was ich so an Mode liebe. Einfach mal darauf los kombinieren
und mal was ausprobieren. Wie dieser Look hier.
Am liebsten shoppe ich eh im eigenen Schrank und probiere neue Kombinationen aus.
Weil ich euch das gern zeigen möchte, griff ich zum Stativ und teile die Fotos mit euch.

Natürlich habe ich gleich noch mal alternative Jacken, die eh zur Zeit
in Griffnähe sind, ausprobiert und angezogen mit Beweisfoto ;)

Weitere alternative Stylingvorschläge findet ihr unten, drapiert an der Püppi.
Obwohl ich zugeben muss, ich ziehe mich schneller an, als die Schneiderpuppe.
Da ich nicht immer lust auf Fotos von mir habe .... ist die Püppi meine Mannequin. 

Viel Spaß und Kreative Grüße
Lady Petite




  



Camel mit Blau und Gold (Hardware)
Camel mit Schwarz und Leo (Gürtel)


 Auch mit Kastigen Bouclé Jacke und der weißen Bluse
mit Eyecatcher - dem Leostoff am Unterkragen und der innen Manchette.


 Die Farbe der Stickerei passend zum Futter 


Der Schnitt


Details vom Nähprozess



So schaut das Futter aus.
Die Schnitteile habe ich zusammen geschoben
und die offenen Stellen als Abnäher vernäht.
Im Oberteil, die Brustabnäher und im Rockteil
jeweils an der Hüfte. Und das schaut so aus.


Kommentare

  1. perfekt (wie für mich gemacht?), ich mag diese Basisfarbe sehr, so kombinationsfreudig und perfekt mit dem Briefecken
    nur brauch ich so selten Kleider
    lg
    monika

    AntwortenLöschen
  2. Ich kann mir vorstellen, dass das viel Arbeit war, aber es hat sich gelohnt; das Kleid sieht wunderschön an dir aus; ein toller Schnitt mit den interessanten Teilungsnähten und doch klassisch schick und zeitlos. Das wirst du ewig tragen können, zumal du deine Kleider ja auch sehr geschickt mit deiner vorhandenen Garderobe zu kombinieren verstehst.
    LG von Susanne

    AntwortenLöschen
  3. Ganz großes Kino.
    Die Kombination mit der weißen Bluse ist genial. Ich mag die Leo - Akzente.
    LG
    Astrid

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  4. Wieder so ein tolles Lady-Petit-Kleid! Ich bin begeistert von diesem Schnitt mit den interessanten Nähten. Und die Version in Camel überzeugt mich sehr, obwohl ich dieser Farbe bisher eher skeptisch gegenüber stand. Sieht in Deinen Kombinationen sehr edel aus. LG Ina

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