Direkt zum Hauptbereich

Sommerhose nach Miss Petite Burda Nr. 7027 aus merzerisierten Baumwollsatin in hellblau und einem Samtband als Anti-Slip-Funktion im Bund

Ja, es ist wieder ein Kaufschnitt und ja es ist wieder ein Miss Petite Kurzgrößenschnitt von Burda.


Nun, jeder kennt das sicher, das Nähen nimmt schon viel Zeit in Anspruch und die Anpassung erst recht. Ich wünschte mir auch, einfach ein Schnitt den ich ausdrucke bzw. kaufe und ohne viel meßen und abkleben, einfach auf den Stoff auslegen und los schneiden/nähen. 

Bis auf meine Körperhöhe habe ich das Glück, ein gute Proportion von Körper zu haben - so mein Eindruck. Daher hoffe ich dass die Kaufschnitte auch besser konstruiert sind als die günstigen Schnitte aus dem monatlichen Heft. So befinde ich mich auf meiner Testfahrt der Schnitte nach Miss Petite. 

Dieses mal ist es eine Hose. Ich wählte den Hosenanzug Schnitt Nr. 7027. Bin mir nicht sicher, aber gem. der technischen Zeichnung gibt es diese Hose auch als ein separaten Hosenschnitt und zwar Nr. 7058. Gleicher Preis, mehr drin, kaufte ich den Hosenanzug als Schnitt. 



Genäht habe ich die Gr. 20. So langsam habe ich das Gefühl, dass ich nicht nur bei Schuhen sondern auch bei Miss Petite eine Zwischengröße bin. Eine 19,5. Denn die 19 wird mir stellenweise, je nach dehnbarkeit des Stoffes, zu eng und die 20 einfach zu weit. Bevor ich die richtig teuren Stoffe verarbeite, teste ich mich weiter durch. 

Dieses mal ein merzerisierten Baumwollsatin in hellblau. Mitteldick und mit 3 % Elasthan.
Stretch ist so ideal für Hosen, nicht nur, dass es bequemer ist, sondern der Elasthananteil verhilft auch zu weniger Knitterfalten. 

Für den Sommer ist es jetzt ok, dass die Hose zu weit ist. Vielleicht werde ich das noch im Hosenbund hinten mitte ändern und an dieser Stelle einnähen. Jetzt schlabbert diese um die Hüfte, was mir nicht so gut gefällt. Mein Unterfangen diesen Bund enger zu nähen hat nur einen kleinen Hacken und zwar der eingenähte Samtband. (Sieht sehr türkis auf dem Foto aus - ist aber auch ein hell blau)


Ja, ich habe im innern des Hosenbundes ein Samtband eingenäht. Warum? Nun das möchte ich euch mal kurz erklären. Bei den Hosenbund wird gern eine Falz eingenäht. sicher schon mal gesehen. Da diese oft ein Namen trägt, fällt eigentlich nicht auf, was sich dahinter verbirgt. Hier das Band von Hugo Boss. Es sieht aus wie eine flache Paspel. Aber die ist mit einem Hintergrund. 

 


Diese Lamelle soll verhindern, dass das eingesteckte Hemd im Hosenbund nicht so leicht wieder aus dem Hosenbund rausrutscht. Also wenn das Hemd nach oben rutscht, würde die flache paspel nach oben umgelegt werden und so wir es etwas verzögert, dass das Hemd aus dem Bund rutsch.

Andere Hersteller haben auch anderen Ideen für diese Falz/Paspel oder wie auch immer das im Fachjargon genannt wird. 

Der Maßanzug von Dolzer, hat eine dünne Gummierung in Wellenform, das hellgraue, ist das Gummi.


Ein anderer Hersteller hat eine andere Idee und zwar auch Gummiband. Das hellgraue, also diese feinen kleinen Punkte sind Gummiert, das Rot nicht. Und was soll ich sagen, dieses hält gut und mein Mann ist auch davon sehr begeistert.  


Nachrüstung für die gekauften oder für die selbst genähten Hosen kann ich diese Bänder vorschlagen. Eigentlich für Skijacken oft und gern verwendet, aber das Prinzip ist das gleiche. Band 1 oder Band 2. Achtung, nur ein Hinweis am rande. Der Hosenbund sollte schon etwas nachgeben, sonst droht bei hochgeschlossenen Hemden mit Krawatte Erdrosselung. Lieber mal ausprobieren, welches Gummi oder Methode besser ist. 

Was hat das nun mit meinem Samtband zu tun?! 

Nun eigentlich das gleiche aber ohne Gummi. Samt neigt bekanntlich dazu, stumpf zu sein und bremst bzw. ist rutschhemmend. Diese Eigenschaft möchte ich nutzen um zu verhindern, dass die Bluse aus dem Hosenbund zu schnell rausrutscht, außerdem, ist ein Samtband bekanntlich schön weich und wir Frauen, mich eingeschlossen, tragen Blusen und Oberteile sowohl im Bund wie auch über dem Bund, daher finde ich ein Samtband als die elegante und auch hautfreundliche Methode. So meine Idee. Denn die die kurzen Härchen stellen sich auf und verhindern ein zu schnelles hinausrutschen aus dem Bund und weich sind diese dann wenn wir die Hose nur auf der nackten Haut tragen. 

Leider ist mein Hosenbund zu weit, da hilft kein Samtband und auch kein Gummi ;) Außerdem denke ich einfach, diesen Anti-Slip-Effekt, ist bei graden Hosenbund, besser geeignet. Da die Hosen, welche auf der Hüfte aufliegen, hilft nur ein Blusenbody. 

Jedenfalls ich werde weiter ausprobieren, denn es warten noch viele Kaufschnitte auf mich. 
Solch eine Sommerhose kann ich gut gebrauchen und ein passendes Seidentuch in blau-silber Farben fand ich HIER. Auch wenn es im Sommer für ein Tuch zu warm ist, diese Farben fehlten mir noch bei meiner Seidentuchsammlung. Jetzt kann ich mich an die farblich passende Bouclejacke ran machen, wenn ich mich doch für ein Schnitt entscheiden könnte. Kastenjacke ist ja ideal für Boucle, aber ich mag ja auch die Schößchenform.... Ach ist das nicht  herrlich schön/schlimm wenn man selbst näht?!



Kreative Grüße, Lady Petite


Kommentare

  1. Liebe Anita, schön, dass du auch deinen Hosenschnitt gefunden hast. Ich hab so einen seit 15 Jahren von Vogue. Mal RV hinten und mal an der Seite. Mehr brauche ich nicht. Meine Kaufhosen sind auch so alt, teilweise Second Hand. Ich liebe ja Oberteile, deswegen sind Hosen und Röcke für mich langweilig und notwendig mehr nicht.
    Die Jacke von deinem Petite Schnitt ist toll. Kauf ich mir und passe sie an. Das dauert zum Glück nicht lange. Hab ich schon paar mal gemacht.
    Ich bereite dieses Wochenende ein paar Stücke vor, weil ich nächstes Wochenende bei einem Maßschneider in Köln ausgewählte Techniken lerne.
    Gutes Gelingen für die nächsten Stücke.
    Gruß Anja

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Der Schnitt muss noch etwas an meine Körperform (mehr Po bei mir = höher der Rückwärtige Bund) oder machte gleich ein Taillen hochen Bund, mag ich pers. lieber ;) Der Schnitt hat sehr viel Potential besonders als ein schnelles Projekt. Hosen nähen ist einfach nur simpel, wenn man den Schnitt hat ;) Aber es wird - yeah!
      Zeig ich Dir gern am WE ;) Freu mich schon total.... LG Anita

      Löschen
  2. Danke für die tolle Idee! Dein Blog ist immer wieder sehr inspirierend.
    LG Karen

    AntwortenLöschen
  3. Die Hose ist ja toll geworden.
    Wenn Du möchtest kannst Du Dich ja beim Hosen-sew-along verlinken.

    Die Jacke aus diesem Schnitt wäre es auch wert genäht zu werden.

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende

    Susan

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke für die Einladung.
      Sew-along ist nix für mich - sorry, aber ich werde gern Dein Sew-Along verfolgen.
      Ja, der Jackenschnitt hat auch was ;) - hab noch so viele Petite Schnitte hier, die einfach Vorrangig vernäht werden müssen, wenn das alles nicht so viel Zeit in Anspruch nehmen würde:( Je, länger wir nähen, desto perfekter möchten wir es das Endresultat haben nicht nur außen ;) Ganz liebe Grüße und ein schöne Wochende, Anita

      Löschen
    2. Schade, Du müßtest ja nur deinen schon fertig geschriebenen Post verlinken, aber das ist so o.k.
      Wo ist denn dein gestriger Post mit dem Nähkurs bei Hoofs hin? Das wollte ich mir heute nochmal ansehen.
      Liebe Grüße
      Susan

      Löschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

Elegant im langen Kleid zur Hochzeit

Mein Schnitt  Burda Style Nr. 123- 12/2011 den ich im laufe des Nähprozesses abgewandelt habe.

Gern hätte ich schöne Bilder vom Event mit dem Kleid, leider regnete es
so füge ich einige Tragebilder aus dem Nähzimmer.




Obwohl ich den Schnitt vor dem Stoffzuschnitt bereits gekürzt habe,  war das Kleid bei der Anprobe immer noch viel zu lang. 
Um die Silhouette des Schnitts an meine kurze Körperform anzupassen, entschied ich mich unterhalb der Brust für eine Empire-Naht.  Dann passte es sogar mit dem Rocksaum.
Die ärmellose Form des Kleides gefiel ganz gut, dennoch entschied ich mich für lange Ärmel.

Für meine erste Nähmaschine, eine Lucznik, kaufte ich mir damls ein Rollsaumnähfuss und dieser kam schon oft zum Einsatz. Auch dieses mal war mir dieser kleine Helfer eine große Hilfe.  

Vor einigen Monaten kürze ich auch das Kleid für meine Nichte. Der Chiffon ließ sich sogar noch viel besser vernähen,  als meiner Baumwoll-Seidenstoff. 
Ebenfalls ein wunderschönes blaues Kleid (dieses hier) …

Pretty in Pink - Spitzenkleid und Trenchcoat

Vor zwei Jahren nähte ich ein Kleid zu Ostern  mit einem sehr schönen Ausschnitt.
 DasPretty Woman Kleid
Weil ich gern mir ein neues Kleidungsstück zu besonderen Anlässen nähe, gibt es dieses Jahr (nicht nur) zu Ostern ein neues Kleid. 
Das Pretty in Pink Kleid.
1,5 m rosa Bogensspitze wurde  mit dem Schnitt Vogue V9123 in ein Etuikleid umgewandelt.
Mit einem traumhaft schönen Ausschnitt. Auf den bin ich absolut stolz,  weil ich mir den selbst ausgedacht habe.
Der Rahmt das Gesicht so schön ein  und bildet mit dem Bogenkante am Saum und Ärmel ein harmonisches Bild.
Spitze ist bekanntlich durchsichtig,   daher trage ich ein extra Kleid drunter. Es ist ein Unterkleid in nude aus Lycra, genäht nach dem Burdaschnitt 6964.
Vor fast genau 3 Jahren  nähte ich mir mein ersten Mantel ein klassischen Trenchcoat
Dieses Jahr wollte ich ein weitern Trenchcoat in rosa, kürzer als mein erster und ungefüttert,  damit dieser schön leicht und ideal für den Sommer ist.
Bei la mia boutique wurde ich f…

Ich packe meinen Koffer....

Ich packe meinen Koffer, ist das heutige Thema beim MMM
Kleidung die ich selbst nähen kann, versuche ich selbst zu nähen. Das dauert natürlich und so wurde es dieses Jahr im Kleiderschrank bei der Sommerbekleidung wirklich knapp. Ein paar neue Teile mussten her, die ich mit einander Kombinieren kann.
Entgegen meiner Neigung zum Trend bzw. Trendteilen, wurden ein paar Trend-Teile genäht. Liegt sicher auch daran, dass im Sommer die Bekleidung einfach nicht so lange hält. Dünner Stoff, Sonne, Schweiß, mehr Waschvorgänge usw.
Ärmel sind mir eine willkommene Abwechslung, das diese einfach von anderen "Problemzonen" ablenkt und auch eher langweilig wirkenden Kleidern einfach etwas mehr "Pepp" verleihen. So habe ich gleich zwei Kleider mit solchen Statement Ärmeln, also eine weite, schwingende Form genäht. Wobei das eine ein Shirt war, als Probekleid aber zum Kleid verlängert wurde um es später wieder abzuschneiden. Weil ich einfach auch die Probestücke gern auftrage.…