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PDF-Download-Schnitt






Hallo ihr Lieben!

Jeder von uns kennt diese Schnitte.
Die gibt es nicht nur von Burda.

Ich dachte mir mal,
ich nehme euch fotografisch mal mit
und zeige euch wie ich das so handhabe.

Mein aller erster Schnitt war ein Download-Schnitt.
Damals gab es bei Burda viele kostenlose Schnitte
und ich wählte ein Kleid. 

Damals habe ich noch alle Kanten geschnitten.
Über die Jahre habe ich es verfeinert und optimiert.

Vielleicht kann der eine oder andere davon profitieren.

Mein aller wichtigster Helfer ist ein Werkzeug
der sich Papierschneidemaschine nennt.


Ich habe gleich zwei, 
nutzte tatsächlich aber nur das eine.
Nach dem Motto: 
" never change a running system"
:)

Bevor ich den Schnitt durcke,
überprüfte ich die Druckereinstellungen.
In dem ich die Seite
mit dem Kontrollquadraten suche
und nur dieses Seite drucke.

Erst wenn ich die Maße überprüft habe,
wird der ganze Druck gestartet. 


Von den 4 Kanten schneide ich tatsächlich nur die zwei ab.
So verfahre ich bei allen Seiten, bis auf den Rand. 
So spare ich schon mal etwas Zeit ein. 


Es sind die dünnen Ränder.
So schaut dann meine abgeschnittenen Ränder aus.


Reihe für Reihe entgegengesetzt gestapelt.

Mein Schnitt enthält zwei Schnittbögen.
Ich schneide alle Blätter zu, beachte aber 
immer vorher den Bogen. 


Denn wenn ich Zeit einsparen kann nutzte ich es aus.
Der eine Bogen hat 8 Seiten, die für den Schnitt nicht wichtig sind.
Diese hätte ich auch schon vor dem Drucken ausfiltern können.
Normaler weise mache ich das, dieses mal habe ich es übersehen. 
Jedenfalls, dieses Seiten werden nicht zugeschnitten, sondern direkt
aus dem Papierstapel entnommen. 



Die Schnittteile klebe ich mit dem Klebestreifen zusammen.
Hier komme ich damit am besten klar. Mein 1. Schnitt,
da ich keine Klebstoff hatte, habe ich auch so verklebt.
Dann las ich, es solle ein Klebstift verwendet werden. 
Ja, ich habe es EINMAL probiert. Nie wieder. 
Die Schnitte waren sehr steif und alles klebte.
Tisch, Finger, Hände. Bäh. Nichts für mich.


Ich zerteile gern den Schnittbogen.
Manchmal ist ein Schnittteil auf passenden Seiten 
verteilt und diese Klebe ich zusammen.

Erst Seite für Seite dann Reihe für Reihe.


Ich klebe meisten mit 3 kleinen Streifen.
Am Rand, in der Mitte und am Ende des Schnittteils.
Der Teil der eh weggeschnitten wird, wird nicht verklebt.
So wird die Materialinvestition minimiert. 


Seite für Seite.


Reihe für Reihe.


Dann werden die Reihen zusammen gesetzt. 



Dann schneide ich den Rand großzügig aus.
So habe ich es auch bei dem Vogue Schnitten gemacht.
Grob ist, dass ich nicht meine Größe ausschneide,
sondern den Rand, der über ist ab. So sind die großen Bögen 
schon einfacher zu handhaben. 


So verfahre ich bei jedem Schnitt. 
Also ich kleben nicht den ganzen Bogen zusammen,
sondern Teile schon vorher ab. Mit etwas Übung,
ist das auch nicht mehr so kompliziert.


Da ich schon viele Bögen zusammen geklebt habe 
und viel Übung darin habe, gehe ich auch schon den
Fortgeschrittenen weg ein. Wenn auf einer Seite
zwei Schnittteile sich befinden, schneide ich die auseinander.

Das sollte aber mit Bedacht gemacht werden. 
Wenn was schief gelaufen ist, kann ja zum Glück
die Seiten noch mal ausgedruckt werden :)


Wichtig ist, dass die Passzeichen mit übernommen werden.
Es ist immer eine gute Hilfe. 



Der Ärmel wieder sehr einfach.







So wird aus der Menge an einzelnen Blättern
ein Schnitt. Das gute an dieser Methode ist,
dass es nicht viel Platz benötigt. 


Aber es gibt auch Schnitte,
die viel mehr Papier benötigen.
Lange Mäntel, Abendkleider, Kleider
usw. Dieses Kleid wird gerafft,
und benötigt dem entsprechend 
fast den ganzen Bogen. 


Auch hier Teile ich den Schnitt auf.


Es gibt auch komplizierte Ecken 
wie dieser Ärmel. Hier ist eine kleine 
Ecke die schon mal schnell übersehen werden kann.

Daher ist das schon für geübte 
geeigneter. 


Dieses kleine Stück kann schon bei meiner Methode
ganz schnell übersehen werden. Es geht aber nichts verloren :)
Hier habe ich auch das 4g als Passzeichen mit abgeschnitten.


So schaut es fertig aus.


Das Kleid wird zusammen gesetzt.
Seite für Seite, dann Reihe für Reihe.


Nach dem die Klebe und Zuschnitt der Schnittteile fertig ist,
verfahre ich wie bis her und zwar, ich kopiere meine Größe lt. Vorgabe
auf Folie. 


Gern verwende ich hier zu zwei Farben. 
Eine für den Schnitt die andere für die Nahtzugabe.


Auf der Folie wird noch die Größe 
und der Schnitt aufgeschrieben. 


Das ist mein Schnitt
den ihr hier oben gesehen habt. 



So meine Lieben!
Ich hoffe es hat euch gefallen 
mich auf dieser Fotostrecke 
zu begleiten.

Wie ist es bei euch?
Druckt ihr zu Hause oder geht ihr zum Copy-Shop.
Wie schneidet und klebt ihr die Download-Schnitte?

Wünsche euch ein schönen Sonntag
und ganz liebe Grüße
Anita




Kommentare

  1. Das mache ich fast genauso, außer ich übertrage den Schnitt nicht noch Mal auf Folie sondern schneide den Papierschnitt auf mein Maß zu. Aber mit dem Klebestreifen arbeite ich auch, passe auf die Richtung auf, damit man den Schnitt später gut falten kann.
    Wieder super ausführlich. Dickes Danke!
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende wünscht Jacky

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    1. Hallo Jacky vielen Dank für Deine Ergänzung. Das mache ich auch, so lassen sich die Schnitte gut einrollen oder Falten.
      Ich bevorzuge Falten :) Schönen Abend und liebe Grüße Anita

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  2. Ach, Papierschnitte, die zusammengeklebt werden müssen, hasse ich einfach. Ich habe es zwei-, dreimal gemacht und für mich beschlossen, dass ich das nicht mehr möchte.
    LG von Susanne

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    1. Liebe Susanne. Verwendest Du keine Pdf-Schnitte mehr? Bei manchen gibt es kaum eine Wahl.
      Aber lästig ist es so oder so. Kein wunder dass wir gern ein gut passenden Schnitt oft wieder verwenden :)
      Schönen Abend und liebe Grüße Anita

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  3. Liebe Anita,
    das hast du schön beschrieben. Allerdings kann ich nicht nachvollziehen, warum so viele Hobbynäherinnen von einem FERTIG-Schnitt dann noch einen Abzug auf Folie machen. Messt ihr vorher nicht aus? Habt ihr Angst zwischen Ausschneiden des Papierschnitts und Ausschneiden des Stoffes bzw. bis zum Nähen eine radikale Gewichtsveränderung zu durchlaufen? Ich habe das in den letzten 25 Jahren noch nie gemacht und habe 100% zufriedene Ergebnisse allein mit dem Ausschneiden des Fertigschnitts und der Anfertigung des Kleidungsstücks gehabt. Macht ihr das bei Taschenschnitten auch?????
    Gruß und schönen Sonntag
    Anja

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    1. Hallo Anja! Jeder hat für sich die beste Methode für den Zuschnitt erkoren.
      Ich persönlich mag das dicke Papier nicht. Ich finde es sehr unpraktisch und steif, sperrig auch zu scharfkantig.
      Besondern bei feinen Stoffen, ist das eher ungeeignet.
      Schon sehr früh habe ich Seide verarbeitet und weiß wie empfindlich der Stoff ist.

      Ich könnte Dir mind. 100 Gründe sagen, warum ich diesen zusätzlichen Schnitt wähle. Den Schnitt auf Folie zu übertragen.
      Wo fangen wir an? Nun bei der Anpassung. Ich hefte den Zusammen und kann direkt sehen ob der Brustabnäher passt.
      Aber das ist es nicht, es ist die Erleichterung, den Schnitt auf mein Stoff zu positionieren.
      Die Folie ermöglicht mir den Fadenlauf genauer zu bestimmen und besonders bei gemusterten Stoffen kann ich mit der Folie genau sehen
      welches Muster wo auf dem Kleidnungsstück sich befinden wird. Auch bei der Zusammenführung von Schnittteilen ist das eine Erleichterung.
      Das ist gut auf dem Pretty Woman Kleid zu sehen. Ich habe die Schnittteile auf einander gelegt und die Punkte auf dem Schnitteil kopiert. Dann konnte ich einfach das Oberteil so positionieren, dass die Punkte übereinstimmen. Beim zusammen nähen passte es dann schön zusammen.
      Die Abnäher auf den Stoff zu übertragen ist für mich auch Emens einfach. Ich schiebe das Handmaß unter die Folie und zeichne nach und nach die Line nach. Noch präziser als mit der Folie kann ich mit meinen mir möglichen Können einfach nicht übertragen. Es geht so fix!

      Eine Folie ist auch ein sehr weiches Material. Besonders bei empfindlichen Stoffen, wie Seide ist das einfach nur genial. Der Papierschnitt könnte mit den scharfen Kanten schon mal den Stoff beschädigen. Bei groben Stoffen (Boucle) könnte der zusammen geklebte Schnitt sich verhacken und den Stoff verschieben. Das Papier von der Vogue ist so zart, dass es schnell zerreisten kann, an einer Stecknadel sicher schnell mal passiert.

      Auf der Folie zeichne ich auch schon mal mit einer überliegenden Folie ein Schnitt anders nach. Was ich auch schon mache, ist dass ich die Schnittteile übereinander lege um zu sehen ob es passt und wie die zusammen gesetzt werden.

      Und der letzte Punkt, ich falte die zusammen und füge diese in das Heft aus dem ich es Kopiert haben. Also noch platzsparender geht es wirklich nicht.

      Also wie gesagt, ich mache diesen Schnitt gern und könnte es mir nicht mehr vorstellen ohne. Jedenfalls nicht wenn ich gemusterte Stoffe zuschneide.

      Taschenschnitt? Was meinst Du damit? Handtaschen? Nein. Hier nicht. Hier nehme ich sogar eine dicke Pappe oder Karton. Die ich direkt als zuschneide Schablone verwenden kann. Aber auch nur, wenn mir der Schnitt zusagt. Da ich bis jetzt nur 2 Taschenschnitte hier habe, habe ich beide aus Karton zugeschnitten.

      Was verwendest Du denn bei den Schnitten aus dem Zeitschriften? Nutzt Du Seidenpapier?

      Schönen Sonntag und liebe Grüße Anita

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  4. Ich mache es fast genauso, auf den Folienschnitt verzichte ich. Ich nähe eh Probemodelle.
    Auch auf Copy-Shops werde ich verzichten. Das gute an einem Ebook ist ja, dass ich SOFORT mit dem Ausdruck/Zuschnitt beginnen kann. Ein Copy-Shop ist nicht in unserer Nähe. Zuschicken? Da müsste ich ja warten...
    In einer Nähgruppe habe ich jetzt den Tip gehört, nur die unteren Ecken der Ausdrucke abzuschneiden. Ich werde testen und berichten...
    Liebe Grüße und einen schönen Restsonntag
    Sandra

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    Antworten
    1. Liebe Sandra
      das finde ich auch soooo praktisch. Direkt los legen. :) Auf eine Samstag/Sonntagabend.
      Respekt, Probemodelle? Woraus nähst Du diese?

      Hmmm... nur die unteren Ecken? Ich schneide nur zwei Kanten die linke und obere ab. Könnte sicher auch die anderen zwei Kanten (die breiten) abschneiden. Aber nur eine? Das funktioniert bei Burda-Schnitten jeden falls nicht. Hier ist ringsherum ein Rand. Also müssen - logischerweise - zwei ab.

      Ja, bitte sag Bescheid! Wir wollen uns doch ALLE die Arbeit erleichtern.
      Schönen Abend und ganz liebe Grüße Anita

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  5. Hallo Anita,

    ich bin über die Burda-Seite auf deinen Blog gestoßen, da ich einen Blazer in Kurzgröße suche - und dein Blazer (Burda 6953) sieht echt toll aus.
    Ich klebe meine Papierschnitte fast genauso zusammen, ich kombiniere aber Klebstift (meist den flüssigen) und Tesa. Und dann schneide ich zurecht. Aber deine Punkte bzgl der Folie klingen gut, vielleicht werde ich das mal bei einem Projekt versuchen.

    Bis dahin stöbere ich noch etwas auf deinem Blog.

    Viele Grüße,
    Miriam

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