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Burda Schnitt Nr. 104-03/2010 mal Künstlerisch mal Klassisch



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Hallo!

Lang ist es her 
und doch ein großer Stolz von mir.
Dieses Mondrian Kleid.


Dieses Kunststück ist tatsächlich
in meinen Näh-Anfängen 
entstanden und ist eher ein Puzzel.

Ende 2009 begonnen zu Nähen. 
2010 pausiert auf Grund von Frust 
Nähmaschine, Stoffe, Schnitte & Co
2011 wieder begonnen 
und mit dem Ansporn bei Burda
ggf. eine Nähmaschine zu gewinnen
wurde ein Sixties Projekt begonnen.

Das ist es:

Schnitt: 104-03/2010
Genäht 2010/2011
Zweck: Burda Gewinnspiel "Sixties"
Gewonnen habe ich viel an Näherfahrung
aber keine neue Nähmaschine. 

Statt der geliebten Grundfarben a la Piet Mondrian 
habe ich die Stoffe bzw. Farben genommen die ich zu Hause hatte.
Das waren alles dünne Baumwollstoffe in den Farben
Hellblau - wurde als Untergrund genommen,
Pink statt Rot, Lila statt Gelb und Blau statt Blau ;)
Die Kontraststreifen wurden aus sehr dunklem Braun gewählt.

Das schöne ist, wie ich finde, es ist keine direkte 1:1 Kopie
sondern jeder erkennt das Design trägt aber mehr meine Handschrift.

Zur nächst habe ich das Kleid in hellblau zu geschnitten
und nach und nach Teile ausgeschnitten immer an die Nahtzugabe 
gedacht. Nur das Pinke habe ich dann 2 x zuschneiden müssen,
hatte mich verrechnet. 

Begonnen von Oben nach Unten
hier schön zu sehen, das Oberteil ist schon fertig
die anderen zur Optik zusammen gesteckt bzw.
unter dem Pink ist es auf dem Stoff drapiert.


Wo ran erkannt man dass ich noch Näh-Anfänger war?
Wie immer an der Innenverarbeitung.

Hier schön zu sehen, das ich keine Ahnung hatte wie ich die 
viele Stoff -Nahtzugaben bändigen könnte.

Ich habe die dann einfach festgeklebt mit der aufbügelbaren Vlieseline.
Nicht schön, stimmt, aber wisst ihr was, es war eine super Lösung.
Weil a) die gleichzeitig eine Art Verstrebung für das Kleid boten
und es so viel mehr Stand hatte. In nach hinen, würde ich selbst zu mir sagen
genial und ganz ehrlich, auch ich staune, insbesondere wenn ich es wieder vergessen habe
was ein ein simpler und einfache Lösung mir doch damals einfiel.


Das Kleid wurde Komplett mit einen steifen Taftfutter gefüttert,


was dem Kleid noch mal mehr Stand verschaffte. Es ist das gleiche Material
was ich für dieses Kleid vernäht habe.
HIER und HIER


Nur damit ihr von der Griffigkeit und Stand 
euch einen Eindruck verschaffen könnt. 
Ja, ich habe schon sehr früh mit 
den unterschiedlichen Stoffen
experimentiert. 

So sah das fertige Stück dann aus.
Leider nicht gewonnen, aber auf der ganzen Welt
gab es über das "WIE" anfragen und
es wurden mir sogar von den fertigen Stücken 
Bilder zu gesandt. Einfach Toll!

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So sahen die fertig genähten stücke aus.



Im Grunde gibt es entweder ein Schnitt 
und wir können je nach Material, Farbe und Stoff
die unterschiedlichsten Kleidungstücke herstellen.

Ich sah mal ein Kleid, Spitzenkleid,
Es hat mich fasziniert und zwar
die Tatsche, dass es keine sichtbare Naht gab.
Das hat mich schon beschäftigt, denn
das "WIE" kann ich ein Spitzenkleid nähen
ohne dass eine seitliche Naht zu sehen ist.
Die dann dass schöne Spitzenmuster
unschön zerstört/zerteilt.

Die Lösung - keine grade Naht.
Die Seitliche Naht wird überlappend genäht.
Aber immer im Blick wo die eigentliche Line her geht.

Darf ich vorstellen, mein zweites Kleid
gleicher Schnitt auch ähnlich genäht
und gefüttert. Das Futter ist Microfaser,
Ja, ich habe immer mit Stoffen experimentiert.
Aber zurück zu Spitze.

Es ist eine einfache Baumwollspitze mit Kunstfaseranteil.
Daher ist diese steifer und knittert weniger.
Wie immer ist es wichtig zu wissen
wie ist die Spitze. Fließend, Steif, leicht oder schwer.
Viele Spitzen wären nicht möglich, aber diese
- ich sag mal - Spitzen ähnlicher Stoff war wie geschaffen.

Der Zuschnitt ist wichtig! Leider habe ich kaum Fotos,
weil ich damals noch kein Blog hatte.
Aber dieses Foto, hier ist gut erkennen,
dass ich mit einem Heftgarn Schneiderkreide die eigentliche Seitennaht
markiert habe und dann die Spitze grob ausgeschnitten.

Heute würde ich es sicher Prezier und auch etwas anders machen,
aber das Grundprinzip ist klar oder?

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Dann einfach (in meinem Fall auch schnell
wellenartig zusammen genäht. Natürlich geht das auch schöner und perfekter
und und und. Hey nicht zu vergessen, das habe ich 2013 genäht!
Was für eine Steigerung?! Ab da an begann ich - glaube ich-
auf dem Musterverlauf zu Achten und trotz sichtbarer Naht
zusammen zu führen. - Wiele Wege führen nach Rom.

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Das Mondrian Kleid - hat sich auf Grund der
minderwertigen Baumwollstoffes aufgelöst
und ich passte auch nicht mehr hinein,
gibt es - leider - nicht mehr.

Das Spitzenkleid wurde
von Petite Germany
an Petite Hong Kong verschenkt.

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Ich trage - das gepunktete Kleid - selbst genäht
HIER 


 so ein schöner Stoff
mit echten gewebten Punkten - so selten!




Mit jedem Projekt steigt die Neugiere
aber auch die Erfahrung.

Diese überlappende Spitzen-Methode
habe ich für mein Hochzeitskleid
zum 10 Jährigen anwenden können.

Hinten wurde die Spitze überlappend
genäht, ABER mit der Hand.
1. hat man ein viel besseres Gefühl beim vernähen der Spizte
ganz besonders dieses hier und außerdem ist es fast unsichtbar.
Maschinennähte sind oft sichtbar, daher nähen die Haut Couture
Häuser extrem viel mit der Hand, weil nur so gewähleistet
ist, dass das Kleidungstück beweglich bleibt und von der Naht
nichts zu sehen ist.  Mehr von diesen einmaligen
Kleid HIER HIER HIER  und HIER zu sehen.



Das war eine kleiner Rückblick
und kleiner Einblick in meine
Faszination NÄHEN.

Mir geht es nicht um Perfektion
sondern die Harmonie.

Das Zusammenspiel
von Farbe, Muster, Material
in Einklang zu bringen
und was neues Erschaffen.

Nicht alles passt zusammen
nicht alles harmoniert zusammen
doch wenn die passenden Partner
finden, ist es mehr als Perfekt.

Auch gern immer wieder
durch kleine Änderungen.

Meine Liebe zum Material
ist größer als zum Kleidungstück,
daher versuche ich immer noch
ein nicht mehr tragbares Kleidungstück,
auf Grund des wunderschönen Stoffes
noch mal ein neues Leben einzuhauchen.
Das dauert bekanntlich länger,
ja, aber es sind wertvolle Näherfarhrungen.
die wiederum bei anderen Projekten
zum Einsatz kommen können.

Das Puzzel aus einem Meer
voll von
Kurzwaren,
Schnitten und Materialien
zusamen zu setzen.

Nähen ist einfach schön!

Liebe Grüße
Anita

Kommentare

  1. Liebe Anita,
    dein Rückblick gefällt mir.
    Schön, welche Entwicklung du dabei gemacht hast. Darauf kannst du stolz sein. Nur nicht aufgeben! ;-))
    Das Mondrian Kleid steht schon seit geraumer Zeit auf meiner Wunschliste. Ich finde, es hat was ganz Besonderes.
    Leider fehlen mir noch die Stoffe dazu, aber die werde ich irgendwann bekommen.
    Liebe Grüße von Heike

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    Antworten
    1. Oh vielen Dank liebe Heike.
      Ich möchte zeigen, dass es sich lohnt zu nähen und zwar aus richtigem Stoff und nicht immer Jersey.
      So schwer ist es nicht. Du kannst das sicher bestätigen.
      Übrigens ich würde das Kleid gern aus Schurwolle nachnähen, aber mir Fehlen die Stoff und auch der Anlass ;)
      Aber ich würde Dir gern über die Schulter schauen um zu lernen ;) Schönen Abend und LG Anita

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  2. Liebe Anita, das hast Du schön geschrieben. Ich lese das immer wieder gerne, wie Du welchen Schritt im einzelnen genäht hast.
    Mondrian-Kleid....ich muß zugeben, daß ich das bis eben noch nicht gehört habe.
    Liebe Grüße
    Susan

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    Antworten
    1. Danke meine liebe Susan. Ich werde nur noch Kurzgrößen von Burda vernähen.
      Alles andere macht kein Sinn. Aber wir brauchen nicht so viele Schnitte. Du hast das gut mit Deinem Keid gezeigt.
      Ein passender Schnitt und so viele schöne anders aussehende Kleider. Das finde ich so toll! Da ist auch mein Ziel.
      Aus Grundschnitten viele schöne Blusen zu machen aus unterschiedlichen Stoffen.
      Bei nächsten Münster besuch - anklingen! Adresse hast Du ja ;) LG Anita

      Löschen
  3. Wow. Das Mondrian-Kleid ist toll. Wenn es dich innen daran erinnert, dass es aus den Anfangszeiten stammt, ist das doch schön. Es zeigt dir immer wieder, wie du dich weiterentwickelt hast. Den Gedanken an ein Meer von Kurzwaren, Schnitten und Stoffen finde ich übrigens wunderbar. Darin gehe ich gerne baden (ins andere Meer aber auch...)
    Liebe Grüße
    Almut

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    Antworten
    1. Liebe Almut, ja, schade nur, dass es nicht mehr da ist. Wenn ich ein Anlass finden würde, könnte ich mir vorstellen es noch mal zu nähen.
      Soll wir gemeinsam Baden gehen ;) Schönen Abend und LG Anita

      Löschen
  4. Guten Morgen,

    spannende Pflichtlektüre zur 2. Tasse Kaffee, Mondrian noch nie gehört, diesen Look kenn ich nur als Colourblocking, gabs ja immerwiedermal bei Burda, ich hab mich zwecks petit immer dagegen entschieden. vllt. probiere ichs doch noch mal. Vlieseliene auf die Nahtzugaben, auf die Idee wär ich nicht gekommen, die überlappende Verarbeitung der Spitze kenn ich von amerikanischen Seiten. Ja, und ich find es auch spannend Kleidungsstücken neues Leben zu geben oder wie du sie an andere weiterzugeben.
    lg
    monika

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    Antworten
    1. Oh, es freut mich dir was neues zu zeigen ;) Yves Saint Laurent war von dem Künstler Piet Mondrian so beeindruck, dass eine ein Kollektion entworfen hat. Das ist ein Kleid.
      Klick mal hier für mehr Infos
      Damals kannten die den Begriff "colorblocking" noch nicht. Aber Du hast recht, es könnte als Coloblocking durchgehen.
      Ich kenne leider nicht viele Petite. Werden so bis zum umfallen getragen ;) Schönen Abend und liebe Grüße Anita

      Löschen
  5. Hallo liebe Anita!
    Das Kleid ist Dir sehr gut gelungen. Man sieht nicht im geringsten, dass es sich um ein Anfängerstück handelt, Du hast eben Talent!
    Kompliment und liebe Grüße
    Carolin

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Herzlichen Dank liebe Carolin. Es macht mir einfach Spaß ;)
      Und zum glück geht das mit dem Nähen immer besser. Weil ich wirklich nichts mehr in den Geschäften kaufe ( Oberkleidung).
      Wenn ich nur so Stricken/Häckeln könnte wie Du!!!! Immer wieder schön!
      Schönen Abend und LG Anita

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  6. Wow, das Kleid ist super gelungen. So eins wollte ich auch schon immer mal nähen.
    LG ella

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    Antworten
    1. Wenn ich mir Dein heutiges Kleid anschaue, dann wirst Du das auch machen. Nimm aber etwas bessern Stoff mit etwas Stand ;)
      Den Schnitt könntest Du fast übernehmen. Der (Näh-)Fantasie gibt es keine Grenzen! Schönen Abend und LG Anita

      Löschen
  7. Oh danke liebe Anita wieder für einen sehr persönlichen Einblick in Deine Nähwelt. Für mich ist das dann immer ein bissel nachvollziehbarer und wirklicher, dass andere die irgendwann angefangen haben irgendwann mit viel Fleiß und Mühe soweit gekommen sind wie Du. Deine Kleidungsstücke haben immer ein besonderen Reiz.... Toll!
    Eine wundervolle Restwoche wünscht Dir jacky

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Na ja, ich bin leider nicht mit so einer Körpergröße gesegnet und das Nähen ist schon mehr als nur Hobby. Im geschäft ist es nur Frust.
      Nicht nur wg. den Schnitten auch von der Stoffqualität. Zum Glück werde ich immer besser - das erleichtert es mir sehr. Ich bin mir sicher,
      wenn Du nicht immer passende Kleidung wie so seine schöne Puffajacke beim Röster finden würdest.... dort kann ich auch nie - leider - die haben immer so schöne Sportkleidung - einkaufen. Vielleicht wenn ich 34 abspecke, dann vielleicht :) Schönen Abend und LG Anita

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