Direkt zum Hauptbereich

Ärmelloses Kleid mit Paspel - Einfache Verarbeitung super Ergebnis



Hallo ihr Lieben!

Diesen Beitrag habe ich bei meinem 1. MMM schon mal gezeigt.

Ich zeige den noch mal, weil die Verarbeitung einfach und simple
und doch so "chic/elegant" ist. 

Da ich immer auf der Suche bin nach Methoden mir das Nähen zu erleichtern
aber zu gleich Tragekomfort und auch gute Passform / Optik bieten,
ist diese hier unter den Top 10 für die Kleider bzw. fast führend. 

Dieses Kleid ist aus mittel dicken Stoff.
Baumwolle mit 3 % Elasthan. 

Weil es auf der Haut sehr angenehm ist und auch nicht durchsichtig,
habe ich es nicht gefüttert. 

Als Besatz wählte ich dünne Baumwolle die ich mit aufbügelbarer
Vlieseline verstärkt habe. 

In der Nahtzugabe des Reißverschlusses wurde auch jeweils ein Streifen
aufbügelbarer Vlieseline aufgebügelt, weil der Stoff dehnbar ist
und so mit das ggf. wellen schlagen verhindert wird. 

Der Schnitt ist ein Vintage Schnitt von Burda, aber
sicher etwas neu aufgelegt. Allerdings fällt dieser Figur-nah aus!
Dank des Elasthan- Anteils kann ich damit auch sitzen ;)

Zuviel an Elasthan könne ausbeulen, zu wenig 
die Bewegung einschränken.

Also das Material und dessen Zusammensetzung
ist nicht nur für die Passform entscheidend!

Sofern man den Stoff bzw. das fertige Kleidungstück 
selbst waschen möchte, sollte der Stoff 
vorgewaschen werden und zwar mit dem Waschmittel
und dem Programm sowie der Waschtemperatur
die auch später dafür verwendet wird.

Selten sind die Stoffe vorgewaschen oder vor gedämpft.
Ich wasche - sofern ich es nicht in der Reinigung bringe,
alles vor auch die Syntetischenstoffe. 

Ich habe keinen Trocker und würde mir auch nie einen Kaufen.
Auch wenn dieser Praktisch ist, kommt es für mich nie in Frage.
Wenn Ihr einen nutzt, dann muss der Stoff auch da getrocket werden.

Für mich ist der Trocknungsprozess auf dem Wäscheständer
auch gleichzeitig ein gutes Indiez, wie sich der Stoff später 
als fertiges Kleidungstück verhalten wird. Das gleiche mit dem Bügeln.
Ich entscheide oft, ist das was oder nicht, so schön das Muster / Farben auch sein mögen.
Was mich schon bei der Pflege und Bügeln nerven und Zeit kostet
wird aussortiert. Oft ist es für mich sehr Hilfreich
um eine Entscheidung zu finden, was daraus werden könnte. 
Wenn es sich leicht bügel lässt, dann es auch Falten haben
wenn nicht, sollte es so einfach und gardlining wie möglich werden. 
Obwohl ich gern Bügel, habe ich dennoch keine Lust stundenlang
Falten und Co nach dem Waschen wieder einzubügeln. 

Bei diesen Stoff war es auch so, dass nach der Wäsche
der schöne leicht vorhandene Glanz (Baumwollsatin).
Billigere Veredelungstechniken werden dirket nach der ersten Wäsche 
ausgewaschen. Oft zu sehen bei Bettwäsche. Beim Kauf schöner glanz
nach dem ersten Waschen - sehen die Produkte aus, als hätte 
man dieses schon 10 x gewaschen. Hier ist auch der Preisunterschied.
Leider könnten wir das nicht beim Kauf sehen. Aber ein Baumwollsatin für 7 € oder 20/30 € 
muss ja irgendwo her kommen. Die Veredelung der Stoffe ist unter anderem das Geheimnis. 

Den Naht verdecken Reißverschluss habe ich VOR dem Einnähen gebügelt.
Es ist ein Kunststoff-Reißverschluss. Es gibt auch welche aus Baumwolle
damit habe ich aber noch keine Erfahrung gemacht. 
Das wie und warum, werde ich mal in einem gesonderten Beitrag 
machen, weil ich jetzt keine Bilder von der Verarbeitung habe.

Wenn ihr nicht dem Standard - (Burda) Körpermaß entspricht,
empfehle ich euch selbst die Länge des Reißverschlusses zu wählen.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass dieser meistens zu lang ist
und dann komisch absteht. Ja, das ist aufwängiger. Aber 
hey, kein Schnitt kann 1:1 einfach so nach dem gekauften Schnitt vernäht werden. 
Immer passen wir irgend etwas an um eine besser Passform zu erzielen.
Sonst können wir auch im Geschäft kaufen ;)

Das Kleid habe ich zu Ostern genäht und trage es jetzt
wo die Temperaturen wieder kühler werden 
Baumwollsatin mitteldick ist für den Sommer einfach zu dick.

Der Schnitt. Hier ist gut zu erkennen, dass es früher,
nicht nur in den 50-er/60-er auch gern auf Figur
oder Figurnah genäht wurde. Das Bustier sitzt fast wie ein BH!
Auf Grund des Abnähers kann bei diesem Model nicht auf die Empire-Naht
verzichtet werden. Ich hatte überlegt dieses zu einem Etuikleid ohne quernaht 
zu verwenden, aber das geht nicht. Was ich aber mal machen werde
ist einen anderen Ausschnitt zu wählen. Vielleicht einen Ovalen
oder ein Herzausschnitt. Die U-Form ist mir etwas zu offenherzig ;)
Das liegt sicher daran, dass ich einen tendenziell längeren Hals habe 
und so gefühlt zu viel an Haut zeige. Ihr versteht was ich meine ;)

So nun noch mal die Bilder.
Den alten Beitrag könnt ihr HIER sehen. 

Wünsche euch ein schönes Wochenende.
Ich werde jetzt mal Knöpfe annähen.
Ganz liebe Grüße Anita

 PS
 Etuikleid - Empireline
Burdastyle

PPS weil viele eine Kette vermisst haben;)

Also es ist so, (solche) Ketten trage ich nicht im Alttag,
daher auch ein Tuch - weil ich sonst so "nackt" mich fühle.
Das ist ähnlich mit den Frauen die im Alltag eine Strickjacke tragen
und zu besonderen Anlässen ein Blazer. So hat jeder seine Vorliebe :)
Wäre ja blöd, wenn wir alle den gleichen Geschmack & Vorlieben hätten.
Wo bliebe denn da der Unterschied?!?!


Hier die Schritte ohne Beschriftung und Erklärung.
Schaut bitte auf dem Blogbeitrag HIER




  





























Kommentare

  1. Super schöner Style...das Punktekleid finde ich super schön (auch wenn ich mich wiederhole) toll ist auch der Ausschnitt... also alles in allem wieder perfekt.
    Liebe Grüße Jacky

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Jacky, der Ausschnitt wäre perfekt für Dich!
      Benötigst Du die Kurzgröße? LG Anita

      Löschen
    2. Nee ich trage derzeit eher die 42-44 und da ich glücklicherweise jetzt Dank Sport auch wieder abnehme hoffe ich mich bald wieder wohler zu fühlen... Ich nähe ja auch hin- und wieder nach Burda und Burda geht immer von 1,68 aus und ich bin 1,72, also ich denke eine eher verschwindend geringe Abweichung.
      Liebe Grüße Jacky

      Löschen
    3. Du glückliche! Du kannst mit Deiner Körpergröße auf viele Schrifthersteller zurückgreifen.
      Mein Ziel ist es Grundschnitte für Kleid, Hose, Blazer und Bluse zu machen. Ich geben nicht viel auf Trend und Trendigeschnitte.
      Hauptsache es passt zu eigenen Körper. Und das wichtigste, ist dass man sich darin wohlfühlt. Ich kann Dich so nachvollziehen.
      Zur Zeit bin ich an der Grenze - muss so 2-3 kg runter dann passt es wieder vom "wohlfühl-faktor" und 20 sind wir alle nicht mehr,
      daher zum glück müssen wir auch nicht so aussehn :) Es gibt doch eine neuen Nähzeitschrift (sorry Name fällt nicht ein irgendwas mit Style) die hat Schnitte für 1,72! Also genau passend. Alle anderen sind wirklich bei 1,68. Manchmal kann 2-4 cm schon viel bewirken. Schau Dir mal die Zeitschirft an. Viele Basicstücke und wesentlich einfach von der Konstruktion als Burda. Für mich leider zu groß & zu viel arbeit :( LG Anita PS. Schade dass Du so weit weg wohnst, zum laufen würdest du mich sicher animieren!

      Löschen
    4. Du meinst sicher die Fashion Style, eine Ausgabe habe ich bereits gekauft und auch jede Menge Sachen markiert,die ich *mal* nähen möchte. Ich hoffe im Herbst/Winter komme ich wieder mehr dazu. Wobei ich sagen muss ....für Basics finde ich die Ottobre auch ganz interessant.
      Liebe Grüße Jacky

      Löschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

Elegant im langen Kleid zur Hochzeit

Mein Schnitt  Burda Style Nr. 123- 12/2011 den ich im laufe des Nähprozesses abgewandelt habe.

Gern hätte ich schöne Bilder vom Event mit dem Kleid, leider regnete es
so füge ich einige Tragebilder aus dem Nähzimmer.




Obwohl ich den Schnitt vor dem Stoffzuschnitt bereits gekürzt habe,  war das Kleid bei der Anprobe immer noch viel zu lang. 
Um die Silhouette des Schnitts an meine kurze Körperform anzupassen, entschied ich mich unterhalb der Brust für eine Empire-Naht.  Dann passte es sogar mit dem Rocksaum.
Die ärmellose Form des Kleides gefiel ganz gut, dennoch entschied ich mich für lange Ärmel.

Für meine erste Nähmaschine, eine Lucznik, kaufte ich mir damls ein Rollsaumnähfuss und dieser kam schon oft zum Einsatz. Auch dieses mal war mir dieser kleine Helfer eine große Hilfe.  

Vor einigen Monaten kürze ich auch das Kleid für meine Nichte. Der Chiffon ließ sich sogar noch viel besser vernähen,  als meiner Baumwoll-Seidenstoff. 
Ebenfalls ein wunderschönes blaues Kleid (dieses hier) …

Pretty in Pink - Spitzenkleid und Trenchcoat

Vor zwei Jahren nähte ich ein Kleid zu Ostern  mit einem sehr schönen Ausschnitt.
 DasPretty Woman Kleid
Weil ich gern mir ein neues Kleidungsstück zu besonderen Anlässen nähe, gibt es dieses Jahr (nicht nur) zu Ostern ein neues Kleid. 
Das Pretty in Pink Kleid.
1,5 m rosa Bogensspitze wurde  mit dem Schnitt Vogue V9123 in ein Etuikleid umgewandelt.
Mit einem traumhaft schönen Ausschnitt. Auf den bin ich absolut stolz,  weil ich mir den selbst ausgedacht habe.
Der Rahmt das Gesicht so schön ein  und bildet mit dem Bogenkante am Saum und Ärmel ein harmonisches Bild.
Spitze ist bekanntlich durchsichtig,   daher trage ich ein extra Kleid drunter. Es ist ein Unterkleid in nude aus Lycra, genäht nach dem Burdaschnitt 6964.
Vor fast genau 3 Jahren  nähte ich mir mein ersten Mantel ein klassischen Trenchcoat
Dieses Jahr wollte ich ein weitern Trenchcoat in rosa, kürzer als mein erster und ungefüttert,  damit dieser schön leicht und ideal für den Sommer ist.
Bei la mia boutique wurde ich f…

Ich packe meinen Koffer....

Ich packe meinen Koffer, ist das heutige Thema beim MMM
Kleidung die ich selbst nähen kann, versuche ich selbst zu nähen. Das dauert natürlich und so wurde es dieses Jahr im Kleiderschrank bei der Sommerbekleidung wirklich knapp. Ein paar neue Teile mussten her, die ich mit einander Kombinieren kann.
Entgegen meiner Neigung zum Trend bzw. Trendteilen, wurden ein paar Trend-Teile genäht. Liegt sicher auch daran, dass im Sommer die Bekleidung einfach nicht so lange hält. Dünner Stoff, Sonne, Schweiß, mehr Waschvorgänge usw.
Ärmel sind mir eine willkommene Abwechslung, das diese einfach von anderen "Problemzonen" ablenkt und auch eher langweilig wirkenden Kleidern einfach etwas mehr "Pepp" verleihen. So habe ich gleich zwei Kleider mit solchen Statement Ärmeln, also eine weite, schwingende Form genäht. Wobei das eine ein Shirt war, als Probekleid aber zum Kleid verlängert wurde um es später wieder abzuschneiden. Weil ich einfach auch die Probestücke gern auftrage.…