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Burda Schnitt K-Größe vs. N-Größe

Hallo liebe Besucher!

Lange habe ich überlegt, ob ich diese Fotos mit euch Teilen soll. Weil diese nicht wirklich schön ästhetisch sind, hier geht es nicht tum Ästhetik, sondern ich möchte euch zwei fast identische Schnitte, mit einen sehr großen Unterschied, zeigen. Das eine ist eine Nomalgröße das andere eine Kurzgröße. Ich habe beide Schnitte mit Stecknadeln geheftet und dann mal "angezogen". Es ist leicht zu sehen, welcher Schnitt der Normale ist oder? Dieser ist auch mit den Bekeidung von der Stange vergleichbar. Daher passt weder N-Größe von Burda noch aus dem Geschäft.

Der Abstand zwischen der Schulterline und der Burstline ist einfach sehr groß. Daher hilft auch nicht, die Bekeidung aus dem Geschäft zu kaufen und einfach die Ärmellänge zu kürzen. Es sieht immer noch wie ein Sack aus und damit verringert sich der Abstand an der Stelle, wo es zu viel ist nicht.

Ich habe auch schon mal ein Kleidungstück angehabt wo die Brustabnäher (senkrecht) in Höhe von meinem Bauchnabel aufhörten. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie schrecklich das ausgesehen hat. Aber zurück zum Schnitt. Wie es gut zu sehen ist, mir bleibt nicht anderes über als zu kürzen. Ich gebe zu, es wäre vielleicht besser ein Probemodel aus Nessel zu machen, aber dazu bin ich zu faul. Die Schnitte sind eh kopiert und da ich mir angewohnt habe gleich die Nahtzugaben auf die Folie zu zeichen, kann ich diese wunderbar mit den Stecknadeln heften und das Model "anziehen" Hat bisher immer super funktioniert. 


Test mit den Ärmeln, bzw. die Ärmellänge. Hier noch OHNE Manschette.


N-Größe                                             K-Größe


So hier sind die beiden Schnittmuster 
welche ich oben für euch und für mich angezogen habe.


Leider bin ich noch zu unerfahren um ein Schnitt (Grundschnitt) abzuwandeln, 
so habe ich den Nomalenschnitt gekürzt wie es Burda vorgibt.




In einem Burda-Heft fand ich diese Anleitung (muss noch schauen aus welchem Jahr -2004 oder 2005 oder 2006) Hier passen die Werte aber nicht mit dem Burda-Buch überein. 




Auch aus einem älteren Buch, aus dem Jahr 1988 gibt es ein unterschied bei der Angabe der Kürzung des Ärmels. Ich bin total verwirrt. In Höhe der Armkugel kann dann entweder 5 mm, 3/4 cm oder 1 cm gekürzt werden. Hä?????

Schnitte habe ich schon oft gekürzt, aber noch nie einen Ärmel. 
Ich glaube ich habe 3/4 cm genommen und das war keine gute Idee. 
Die Kurve der Armkugel anzupassen. Und 2 cm in der Länge. Das war mir auch zuviel.
Das werdet ihr an der fertigen Bluse sehen. :(((( Aber es geht noch so grade.


Sonst habe ich nur die Kürzung in der Brustkorb höhe vorgenommen.
Damit bin ich sehr zufrieden. 


Das ist auch der Grund warum ich viel lieber auf die Petite Schnitte zu greife.
Hier passt es besser, als wenn ich ein N-Schnitt auf Petite kürze. 

Welche Erfahrungen habt ihr mit Kürzen und Verlängern von Schnittmustern gesammelt?

Viele Grüße 

Kommentare

  1. Hallo Anita!
    Ich habe ja auch deine Größe und muss meine Schnitte auch immer kürzen. Früher hab ich das nicht gemacht, dementsprechend sahen die fertigen Teile auch aus ...

    Ich kürze immer zwischen Schulter und Brusthöhe um 1,5 cm. Das hat sich bei mir bewährt. Und damit sitzt meistens auch schon die Taille in der richtigen Höhe. Weil sich ja das Armloch damit verkürzt, verlängere ich das wieder nach unten hin, das heißt, ich setze das Armloch 1,5 cm tiefer. Bei mir ist dann meistens auch noch eine Hohlkreuzkorrektur notwendig. Ärmellänge sowieso, der Nacken steht ab .... Deshalb nähe ich lieber nach einem Grundschnitt und wandle mir den entsprechend ab. Dann brauche ich die ganzen Änderungen nicht mehr zu machen.

    Außerdem bin ich dazu übergegangen, Nesselmodelle von neuen Schnitten zu nähen und die so lange anzupassen, bis sie passen. Viel Aufwand, aber dann hast du ein Kleidungsstück, das passt. Und von diesem Grundschnitt aus kannst du immer wieder Details abändern.

    LG, LaMona

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    1. Hallo liebe LaMona,
      bitte entschuldige, dass ich jetzt erst Antworte, aber das WE meinem Schatzi gewindet.
      Vielen lieben Dank für Dein Kommentar und Deine Tipps. Würdest Du auch verraten, wie bzw. wo Du den Schnitt bezüglich des Hohlkreuzes (habe ich auch) anpasst? Ich habe zwei Versionen gesehen. Die Eine in Höhe der Schulterblätter die andere genau in der Taille. Sicherlich kommte es auch noch auf den Schnitt an, aber womit bist Du zufrieden? Herzlichen Dank für Deine Tipps - ganz liebe Grüße Anita

      PS. Ich habe bis her nur 1x ein Nesselstück gemacht - bin nicht sehr glücklich damit, weil der Stoff sehr streif ist. Schlecht für andere Stoffe - irgendwann wenn ich mich mehr mit Passform und Schnittführung beschäftigen werde, werde ich sicherlich auf das Nesselstoff zurück kehren. Machst Du von jedem ein Nesselprobestück?

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  2. Liebe Anita!

    Zur Hohlkreuzanpassung: diese mache ich immer in der Taille. Das heißt, ich falte beim Nesselmodell (oder am Schnitt in der Mitte des Rückens raus und lasse diese Falte zu den Seiten hin auslaufen. Damit verschiebt sich Wenn du am Rücken eine Mittelnaht hast, ist es recht einfach, du kannst das Schnittteil dann mit der entstehenden Kurve (du hast dann keine gerade Mittelnaht mehr) zuschneiden. Bei Rückenteilen, bei denen du keine Mittelnaht hast, geht das auch. Du ziehst am Schnitt im Stoffbruch wieder eine gerade Linie nach unten und schneidest den Überstand weg. Nicht wegwerfen, sondern an der Seite wieder ankleben. Damit bleibt dir nämlich die Weite des Stücks erhalten! Sieht vielleicht witzig aus, aber funktioniert!

    Für die Nesselmodelle verwende ich unterschiedliche Stoffe. Ich hole mir bei meinem Stoffdealer die billigsten Baumwoll- oder Leinenstoffe (das sind auch oft Rohleinen) um 2 - 4 Euro der Meter. Ab 6 Meter wirds noch einmal billiger :-). Diese Stoffe gibts in verschiedenen Stärken, und entsprechend dem geplanten Modell nehme ich den entsprechenden "Nessel".

    Bei neuen Schnitten mache ich fast immer ein Nesselmodell. Früher war ich immer zu faul dazu, ich dachte immer, das wäre so viel Aufwand. Doch der Aufwand, den Originalstoff dann zig mal zu ändern, bis es passt, ist fast noch größer. Ich hab mich mittlerweile daran gewöhnt. Und einen Vorteil hat das Nesselmodell auch: du kannst das richtige Modell dann in einem Satz runter nähen, da du nicht mehr ändern musst!

    LG, LaMona

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  3. Wäääh, was hab ich denn für einen Stuss zusammengeschrieben! Noch einmal:

    Das heißt, ich falte beim Nesselmodell (oder am Schnitt) die Höhe, die zuviel ist, in der Mitte des Rückens raus und lasse diese Falte zu den Seiten hin auslaufen. Wenn du am Rücken eine Mittelnaht hast, ist es recht einfach, du kannst das Schnittteil dann mit der entstehenden Kurve (du hast dann keine gerade Mittelnaht mehr) zuschneiden.

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    1. Wäääh.... kein Stuss - sehr viel Anregungen und Informationen. DANKE.
      Werde es in Ruhe noch mal durchgehen. Fall ich was nicht verstehe, würde ich mich noch mal melden. OK?
      Ich danke Dir - mit den feinen Schnittkorrekturen habe ich mich noch nicht befasst. Ich lerne immer noch bei der Verarbeitung. Aber ich würde gern bald meine edlen Stoffe (Merino, Schurwolle, Kaschmir) zu Kleidern / Blazer verarbeiten - da muss ein Nesslprobestück her - bei den Stoffpreisen .... loht ein Nesselprobemodel:)
      Was machst Du, wenn es etwas dehnbar ist? Also ich habe Schurwolle mit Elasthan und habe mir auch schon elastisches Futter besorgt. Doch der Nesselstoff ist nicht dehnbar. Rechnest Du 1 cm drauf? Äh, runter :))) Es ist noch soooo viel zu lernen :) LG Anita

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  4. Elastische Stoffe sind ein Problem ... Da kann ich dir nicht wirklich viel raten, außer, einen Billigstoff mit ähnlichen Eigenschaften. Beinahe unmöglich ... Ich denke aber, wenn du eine Jacke nähst, wird der Elasthananteil nicht so großartig zum Tragen kommen, oder machst du ein Kleid? Bei Kleidern ändere ich dann trotzdem immer noch am Echtmodell. Wie hat mal eine Freundin gemeint? Das kannst du noch rasanter auf Figur nähen :-). Die Weite ist ja meist nicht das Problem an der Passform, sondern zu langer Rücken, Falten im Hohlkreuz usw. Diese Dinge sind am Echtmodell fast nicht mehr zu korrigieren.

    LG, Monika

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    1. hhmmmm schade, aber ich habe so etwas schon vermutet :) Ich denke Dir trotzdem. Das mache ich auch, mit dem enger Nähen, leider habe ich so schon zwei Kleider verschenken müssen - zu eng :))) Cool der Spruch "rasanter auf Figur nähen" Zur Zeit probiere ich mich so durch die Modelle aus. Da es noch kein gibt, wo ich 100 % überzeugt von Schnittführung bin. Wenn ich mehr Erfahrung habe und mir ein Model 100% zusagt, werde ich ein Schnitt machen und diesen dann anpassen nach meinen Geschmack (ein traum von mir... wird noch dauern). Ja, die blöden falten am Rücken :( Bisher dachte ich auch, die müssen sein, weil man sich ja auch bewegt, doch ich denke so 0,5-0,8 cm weniger wären besser. Es sind wirklich manchmal nur Millimeter die die Passform soooo verbessern. Haha, wie WAHR! Am Echtmodel, je nach Schnitt, fast unmöglich. Ich spreche aus Erfahrung. Ich wollte die gekaufte Kleidung auf Petite kürzen - in Brusthöhe - NO WAY! Also selbst nähen :)))
      Ich Danke Dir für Deine Zeit und Deine Hilfreichen Kommentare. LG Anita

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