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Mein Besuch im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg


Insgesamt war ich vier Tage in Hamburg und mein letzter Besuch ist schon etwas länger her. Es ist bereits mein dritter Besuch der schönen Stadt Hamburg aber meiner erster Besuch im MK&G Museum. Dieses mal war mein Ziel die am Freitag, den 28. Februar 2014 begonnene Ausstellung "Mythos Chanel".

Am Dienstag habe ich mir alle aktuell laufende Ausstellungen im Museum für Kunst und Gewerbe angeschaut. Das Museum liegt direkt am Hauptbahnhof und einfach zu erreichen.

Das Gebäude ist riesig und beinhaltet viele Ausstellungstücke dauerhaft sowie wechselnde Ausstellungen. Ein Flyer, eine Art Wegweiser sollte mitgenommen werden zur besseren Orientierung, bei Fragen stehen die Mitarbeiter freundlich und nett zur Verfügung auf jede Etage.
Ein Grundriss des Gebäudes ist hier zu sehen. 


Im Foyer kann die Jacke bei der Garderobe (kostenlos) abgegeben werden, die Mitarbeiter freuen sich aber über ein Trinkgeld. Ebenfalls im Foyer kann ein tragbarer Klappstuhl mit genommen werden um sich zwischendurch setzen zu können. In vielen Zwischenbereichen kann aber auch eine Sitzgelegenheit in Anspruch genommen werden. 


Am Dienstag, 25. Februar 2014 fand ich natürlich noch die geschlossene Tür vor und habe es als Gelegenheit angesehen für mich ein paar Fotos zu machen. Die Fotos sind nicht von bester Qualität, da diese mit den Handy aufgenommen wurden ich bitte um Nachsicht. 



Restaurant


Direkt neben der Chanel Ausstellung (linker Flur) befindet sich befindet sich auch ein schönes helles Restaurant mit Blick in den begrünten Innenhof. Hier habe ich mein Tee sehr genossen und meine Füße entspannten sich auch auch:-)
Blick von Vestibül auf den begrünten Innenhof


* * *

Ganz besonders war ich von der Ausstellung "Kleine Welten" - Mikroskulpturen von Willard Wigan begeistert. Der Ausstellung können viele seiner Werke durch das Mikroskope bewundert werden. Diese Ausstellung befindet sich ebenfalls auf dem 1. OG und liegt genau gegenüber der Chanel Ausstellung am Ende des Mittelganges und sollte auf jeden Fall besucht werden. Fotografieren NICHT erlaubt und wenn es erlaubt wäre, würde das Fotografieren definitiv zur Herausforderung werden. Hat schon jemand versucht ein hauch von nichts zu Fotografieren? Ein Sandkorn ist einfacher im Bild festzuhalten. Schaut mal auf Seine Internetseite HIER um noch ein paar Skulpturen zu sehen. Aber das muss wirklich mit eigenen Augen gesehen werden, einfach unglaublich schön! So wie ich es sehe, ist das die einzige Ausstellung in Deutschland. 

Bildquelle: MK&G

* * *

Wer sich für Comics interessiert ist ebenfalls auf der im 1. OG gelegenen und vorgestellten Ausstellung in guten Händen. Eine unglaublich große Auswahl, über 300 Exponate von vielen verschiedenen Comic-Arten.

Nun auf den Weg zur Ausstellung der "Kleine Welten" geht man durch die Comic Welt, das ist der kürzeste Weg, so dass auch ein kurzer Blick erhascht werden kann.

* * *
Im 2. OG bei der Dauerausstellung "Sammlung Design" direkt über der Chanel Ausstellung 
bin ich auch auf echte Design Klassiker gestoßen. Das Design ist wie bei Chanel Kostümen sehr bekannt 
und werden daher auch gern Kopiert.

Liege B 306, eher bekannt unter "Le Corbusier" 
von Le Corbusier und Charlotte Perriand, Design 1928, BJ 1928

Ledersessel "LC2" von Le Corbusier und Charlotte Perriand (Design 1928) BJ1965 


Tischlampe "MT8" von Wilhelm Wagenfeld und Carl. J. Jucker, von 1924 und
Syntrx-Kaffeemaschine von Gerhard Marcks und Wilhelm Wagenfeld von 1928

Dieses Esszimmer ist nicht von dem Künster Mondrian
aber sicherlich hat Felix del Marle sich 1927 von dem Künstler inspirieren lassen.


* * *
Über Mode und dem modischen Stil oder auch Design finden sich in unterschiedlichen Ausstellungen und Etagen diverse Kleidungstücke. Unter anderem findet sich im Bereich der Sammlung Design auch der Zeitwandel der Mode im Bereich der Kleidung. Ein schmaler Flur zeigt diverse Kleidungstücke und Schuhe der unterschiedlichen Epochen.



Leider etwas zu dunkel für meine Handykamera. Erstes Bild ein Blick in den Flur. Auf der einen Seite werden Kleidungstücke ausgestellt und gegenüber ist die Schuhausstellung. Dieser Badeanzug rechts ist aus Wolljersey aus dem Jahre 1935.




Der Wandel der Schaufensterpuppen. Hier eine aus dem Jahre (Paris) 1925. 
Eine Typische A-Figur, was eigentlich die Mehrzahl der Frauen noch heute hat!
Weshalb wurden die Schaufensterpuppen gegen Modelle ausgetauscht, die kaum eine Frau hat?



* * *

Weitere Mode Kleidungstücke sind in der "Inside Out" Ausstellung im Erdgeschoss ausgestellt.
Hier sind unter anderem ein Mantel des Designers Alexander McQueen ausgestellt sowie Wolfgang Joop und viele andere. Hier sind auch sehr alte Kleidungstücke ausgestellt, die als Vorbild oder Inspiration für neuer Kollektionen dienen. In dieser Ausstellung, sowie in dem ganzen Haus ist das Fotografieren erlaubt!

 Angezogen aber doch Nackt!?


 Ein Drei-Teiler und Schnell genäht! :-D



 Dieses Pailletten Kleid zerstört keine Nadel oder Nähmaschine!


Mantel von Alexander McQueen aus dem Jahr 2000

Bildquelle: www.mkg-hamburg.de

3 x Leo Mantel


Der linke ist von Wolfgang Joop aus dem Jahr H/W 1992
Wie ich finde sehr Interessant genäht. Der Vordere Ärmel ist mit dem Vorderteil zugeschnitten.






 Wie wär's mit einem HOSENROCK?





Und falls ich meinen Trenchcoat beim Knöpfe erstellen ruinieren sollte,
das könnte doch eine Alternative sein! Hier fallen die Knopflöcher nicht mehr so auf :-D



Japan Tokio Fashion lässt Grüßen 
mit diesen Kollektionen
von Rai Kawakubo

H/W 2012/2013

 Schaut mal auf die Ärmel! Habe ich noch nie gesehen.

Nahtzugaben mal außen.
Wenn es mal schnell gehen soll ;-)


Comme des Garçons Fall Winter 2012 ForThoseWhoNotice.com

F/S 2012




Die Blumen finde ich ganz schön. Wenn ich doch Sticken bzw. Häkeln könnte.



Dieses Keulen-Ärmelkleid aus dem Jahr 1920/1930 
könnte die Inspiration zu dem Mantel F/S 2012 von Rei Kawakubo gewesen sein.


Details des fast 100 Jahre altes Kleides! 
Wunderschöne Arbeit!? Da steckt richtig viel Arbeit drin.





Und dieses Kleid um die 1880 könnte das Vorbild für das rechte gewesen









Das wäre doch ein Schnitt für mein Hohlkreuz;-)


Dieses Seidensatinkleid aus dem Jahre 1913 könnte auch aus der heutigen Zeit stammen.



Ein paar Details zum über 100 Jahre! altem Kleid 
Das Kleid im Hintergrund









 Eine UNI-SEX Korsage
von Gareth Pugh London F/S 2010




viele weitere anschauliche, teilweise skurrile aber auch super schöne Kleidung ist in der Ausstellung zu finden.

* * *
Im Museum befindet sich auch eine sehr große Porzellan/Keramik Ausstellung. 

Des weiterem sehr viele ganze und vollständig erhalte historische Innenräume

* * *

Fazit:

Ich habe das Museum an zwei Tagen besucht. Den ersten Tag habe ich mir alle Ausstellungen angesehen, damit ich am Freitag, auf Grund einer begrenzten Zeit,
 die Chanel Ausstellung in aller Ruhe genießen und entdecken konnte.

Das Museum bittet für nur 10 Euro Eintritt unglaublich viel. 
Ich interessiere mich für vieles und fand alle Ausstellungen sehr interessant und spannend. 
Sie sind gut dargestellt, beschrieben und können auf den Besucher gut wirken.
Die Mitarbeiter des Museums sind sehr hilfsbereit und fallen nicht störend auf.

Aber für einen Tag ist das echt viel "Input", daher würde ich empfehlen, 
wer sich alles oder vieles anschauen möchte, 
sollte den Donnerstag als Besuchstag wählen, 
weil das Museum bis 21 Uhr geöffnet ist und der Besucher hat 3 Stunden mehr Zeit.

In den Öffnungszeiten von 10-21 Uhr
kann das Museum mit viel mehr Zeit und daher auch mehr Ruhe 
und ausgiebigen Pausen im Restaurant verbringen.

Ich habe mich sehr wohl gefühlt und werde bei meinem nächsten Besuch gern wieder vorbei schauen.
Dann aber mit meiner Spiegelreflex Kamera (OHEN BLITZ) um meinem Gedächtnis mit Bildern zur Erinnerung zu verhelfen.


* * *

Der Besuch der Buchhandlung im Erdgeschoss, welche auch ohne Eintritt besucht werden kann, 
ist ebenfalls zu empfehlen. Hier wird jeder fündig bei der viel zahl an Bücher über Themen 
Kunst, Kunsttheorie, Architektur, Fotografie und Design sowie viele internationale Sonderangebote.
 Auch viele Bücher übers Nähen Schnitte usw.

Hier habe ich neben dem Ausstellungskatalog "Mythos Chanel", das Buch " Perfekte Passform" mitgenommen.
Bildquelle: Amazon


Aber ACHTUNG, der Koffer kann richtig schwer werden! 
Ich hatte zum Glück meinen Mann dabei, Hilfe was ist der Koffer schwer geworden!

* * *

Ich hoffe es hat euch gefallen, meine kleine Zusammenstellung meines Besuches im Museum.

Den Beitrag über den Besuch der Chanel Ausstellung kommt bald.
Bis dahin und viele Grüße, 


* * *


Bildquellen: 
Meine eigenen Fotos 
und 
Fotos von der Internetseite des Museums für Kunst und Gewerbe Hamburg. 


Kommentare

  1. Cool, cool! Wirklich Klasse. Muss jetzt rennen, aber ich melde mich noch! Wusste nicht, dass Du blog hast. Ich muss es alles in Ruhe anschauen...übrigens Wagenfeld, Corbusier usw. sind meine daurhafte Liebe.
    LG aus Wien
    Suzi

    AntwortenLöschen
  2. Liebe Suzi!
    Mein Blog ist nicht so cool wie Dein!.
    Hoffe dir gefällt es dennoch;)
    Liebe Grüße, Anita

    AntwortenLöschen

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